Rundweg Hans-Heiling-Felsen, 7,3 km und 254 Höhenmeter; Markierung: blau, gelb, grün
Rundweg Kladský rybník (Königsteich) ab Kladská (Glatzen), 2,6 km und 12 Höhenmeter; Markierung: grün/weiß
25.03.2026
Heute wollen wir die Hans-Heiling-Felsen erkunden und dann in den Kaiserwald weiterfahren. Wir haben gestern einen Stadtrunde in Loket gedreht und heute wollen wir wieder Natur erleben. Wir sind gestern noch in Richtung Karlsbad gefahren und haben auf einem Wanderparkplatz bei Doubi übernachtet (Navi: Svatošská, 360 07 Karlovy Vary 7, Tschechien). Gegen sieben Uhr stehen wir auf und wir trödeln mal wieder rum. Es ist kalt und es regnet immer wieder. Gegen 10.30 Uhr ist es dann aber soweit und wir starten unsere Tour zu den Hans-Heiling-Felsen oder auch Svatošské skály. Vom Wanderparkplatze gehen wir erst einmal in Richtung Ortschaft und folgen der Straße Horni alej, die uns nach 700 Metern zum Wanderweg bringt. Wir folgen nun der Markierung "blau" und es geht auch schon in den Wald hinein. Ein kleiner Waldpfad führt uns oberhalb der kleinen Straße entlang der Eger den Hang entlang. Das macht Spaß. Den Weg entlang der Eger haben wir gestern schon erkundet. Nach einem guten Kilometer sind wir dann unten angekommen und folgen der kleinen Straße nach links. Nach weiteren 800 Metern sehen wir auch schon die mächtigen Hans-Heiling-Felsen zu dem es auch eine Sage gibt:
Der junge Hans Heiling schloss einen Pakt mit dem Teufel, um unermesslichen Reichtum und magische Kräfte zu erlangen. Damit wollte er die Liebe eines Mädchens erzwingen, die jedoch heimlich einen anderen Mann liebte. Als Hans aus Rache deren Hochzeitsfeier überfiel, verwandelte die Macht Gottes die gesamte Gesellschaft zur Strafe in Felsen.
Die Hängebrücke ist leider gesperrt, aber das wussten wir bereits im Vorfeld, daher startete unsere Tour aus Richtung Karlsbad, da hier die Sicht besser auf die Felsen ist.
An der Brücke verlassen wir das Tal und folgen der Markierung "gelb". Der Abzweig am Wegweiser "Svatošské skály" befindet sich zwischen Brücke und Gaststätte. Direkt dahinter beginnt eine steiler Serpetinenaufstieg, der es echt in sich hat. Wir müssen 200 Höhenmeter auf nicht mal einen Kilometer überwinden. Das macht Spaß, ist aber auch total anstrengend. Teilweise geht es richtig steil hinab in das Tal der Eger. Oben angekommen müssen wir erst einmal den Poncho anziehen, es regnet heftig. Hier gibt es auch einen Aussichtspunkt, aber heute ist die Sicht nicht so toll. Macht nichts, wir waren da. Über einen Waldweg erreichen wir den kleinen Ort Bor.
In Bor biegen wir am Wegweiser "Hájenka Bor - háj." nach links ab und folgen für ein paar Meter der Straße und ab jetzt und bis zum Schluss der Markierung "grün". Am Unterstand und Wegweiser "Bor - háj.,rozc." geht es nach links in den Wald und bergauf. Nach weiteren 500 Metern treffen wir wieder auf die Straße, der wir bergab folgen. Nach einem Kilometer können wir noch einmal die Straße gegen einen Pfad tauschen und dann sind wir schon im Endspurt zurück nach Doubi. Am Wegweiser "Dětská vesnička SOS" verlassen wir den Wanderweg und gehen durch die Siedlung, die vom Anfang kennen zurück zum Wanderparkplatz. Es ist 13 Uhr als wir wieder im Bus sind. Für uns geht es weiter in Richtung Süden. Wir wollen nach Metternich. Unterwegs machen wir einen Stopp im Tante Emma Laden in Krosvo und füllen wieder mal unsere Vorräte. Natürlich kaufen wir wieder tschechische Spezialitäten, wie Bier, Käse und einiges an Süßkram :-). Ach ja, Gemüse haben wir auch gekauft. Die weitere Fahrt führt uns durch den Kaiserwald und bei meinen Recherchen habe ich auf den Seiten der "Tschechischen Staatsforsten" entdeckt, dass diese Themenrundwege bauen. So geht es für uns nach Kladský.
Um 14.15 Uhr sind wir in Kladska angekommen (Navi: Kladská, 353 01 Mariánské Lázně 1, Tschechien) und es regnet wieder wie aus Kübeln. Hm? Losgehen oder vielleicht erst einen Kaffee und Kekse. Kaffee und Kekse sind super und so machen wir nochmals eine kleine Pause. Es dauert aber nicht lange und andauernd gehen Wanderer los und das im größten Regen, also müssen wir das wohl auch :-). Regenponcho an und los geht es auf den kleinen Rundweg, der durchgehend mit der grün-weißen Markierung eines Lehrpfades markiert ist. Wir gehen die Runde im Uhrzeigersinn und so geht es erst einmal auf einen Bohlenweg durch den Wald. Nach 700 Metern erreichen wir den kleinen See Horní Bahňák mit einem kleine Unterstand. Coole Location, trotz des Dauerregens.
Weiter geht es über den Damm, der den See teilt und dann nach rechts in ein Waldstück. Kurz darauf queren wir eine Straße und sehen schon den großen See mit dem Namen Kladský rybník, den wir
als nächstes umrunden werden. Das Glatzener Moor ist eines der ältesten und größten Naturreservate in der Karlsbader Region und gleichzeitig wertvollster Teil des LSG Kaiserwald/Slavkovský
les. Es wurde schon im Jahre 1933 an Fünf Torfmooren in der Umgebung von Kladská (Glatzen) gegründet. Der Bohlenweg führt komplett herum. Unterwegs findet man etliche Infotafeln zur Geschichte
rund um das Torfmoor. Der See diente auch als Wasserspeicher für den Langen Graben, ein Meisterwerk der Baukunst des 16. Jahrhunderts.
Der künstlich angelegte Wasserlauf Dlouhá stoka (deutsch Flossgraben) wurde zwischen 1531 und 1536 im westböhmischen Slavkovský les erbaut, um den steigenden Wasserbedarf des
Zinnbergbaus in der Region um Horní Slavkov zu decken. Der rund 24 Kilometer lange Kanal trieb über Jahrhunderte hinweg dutzende Wasserräder, Pumpen und Erzmühlen an und diente ab 1547 zusätzlich
dem Transport von kostbarem Holz. Nach dem Niedergang des Bergbaus und massiven Beschädigungen durch die Landwirtschaft nach dem Zweiten Weltkrieg verfiel die Anlage und geriet fast in
Vergessenheit. Seit dem Jahr 1989 wird das einzigartige technische Denkmal schrittweise restauriert und ist heute als geschütztes nationales Kulturdenkmal der Tschechischen Republik touristisch
erschlossen.
Einen guten Kilometer geht es nun auf dem Bohlenweg um den See und an dessen Ende gibt es einen coolen Rastplatz mit einer kleinen Insel.
Der Bohlenweg führt uns nun durch ein tolles Moor und wir sehen vor uns schon das Jagdschloss Kladská, in dem heute auch eine Gastro untergebracht ist. Ein sehr cooler kleiner Rundweg. Um 16 Uhr sind wir wieder am Womo und fahren nun in Richtung Metternich, wo wir morgen auf einen Berg kraxeln wollen.
Um 16.15 Uhr haben wir Bad Königswart erreicht und wollten eigentlich am Friedhof übernachten. Der Platz ist aber so schräg, das würde nicht klappen. Also geht es weiter zum Schloss Metternich, dass nur ein kurzes Stück außerhalb des Ortes liegt. Am alten und verlassenen Golfplatz gibt es einen großen Parkplatz und das wird unser Platz für die Nacht (Navi: Zámek 1/418, 354 91 Lázně Kynžvart, Tschechien). Wenn wir schon mal da sind... wir drehen noch eine Schlossrunde. Das Schloss ist in recht gutem Zustand, aber die Gehöfte rundherum sind so gut wie alle baufällig.
Das tschechische Schloss Kynžvart (Königswart) wurde Ende des 16. Jahrhunderts als Renaissancebau errichtet und ging 1623 in den Besitz der Familie Metternich über.
Zwischen 1820 und 1839 ließ der österreichische Staatskanzler Klemens von Metternich die Anlage im Stil des Wiener Klassizismus prachtvoll umgestalten.
Heute dient das denkmalgeschützte Schloss als Museum, das seine vollständig erhaltenen historischen Sammlungen, Kuriositäten und eine bedeutende Bibliothek präsentiert.
Heute gibt es als Abendessen Spaghetti Bolognese (Veggie-Style) und abends beginnt es doch tatsächlich zu schneien und es hat Minusgrade. Um 22 Uhr geht es ins Bett.
Morgen wollten wir eigentlich auf den Hausberg von Bad Königswart, aber bei Schneefall macht das keinen Spaß, also Planänderung... Morgen geht es zur Burg Guttenstein bei Dankov und dann nach Tachov, dort soll das Wetter besser sein.