Frymburk - Rozmberk


8. Etappe, 18,4 KM, 399 HM auf und 450 HM ab 

Markierung: Von Frymburk bis Lipno nad Vltavou folgen wir der Markierung GRÜN, von hier sind wir mit dem Zug nach Vyssi Brod gefahren, ab dem Bahnhof folgen wir der Markierung ROT bis Rozmberk; die ganze Etappe ohne Zugfahrt ist 29 km lang.

 

Mehr Infos zur Tour im Outdooractive-Link am Ende des Berichts. 


04.09.2018 - Tag 8:

Gegen 7 Uhr stehen wir auf und gehen um 8 Uhr zum Frühstücken. Die Klamotten von gestern sind wieder trocken und wir starten unsere Tour um 8.45 Uhr. Zuerst schauen wir aber in den örtlichen Supermarkt und holen uns Wasser und Gummibärchen. Brotzeit nehmen wir heute nicht mit, da wir unterwegs immer wieder Möglichkeiten dazu haben. Außerdem ist das Abendessen und Frühstück immer so nahrhaft, das es nicht schadet :-). 

 

Wegweiser:

 

Frymburk (nam.)

742 HM

 

Wir folgen der Markierung GRÜN, Richtung Lipno.


Kurz vor 9 Uhr starten wir dann endlich und der Weg bringt uns hinaus aus der Stadt. Über einen Radweg gehen wir am Lipnostausee entlang und haben nochmals einen schönen Blick auf Frymburk. Wir haben schon die Regenjacken an, im Moment regnet es und der Wetterbericht meldet sehr viel Regen. Schau ma mal! Das Wetter war die letzten Tage auch immer besser als vorhergesagt. 


 

Wegweiser:

 

Frymburk (kemp)

741 HM

 

Wir folgen weiter der Markierung GRÜN.


Am Wegweiser folgen wir noch für ein paar Meter dem Radweg und dann geht es nach einer Kurve links auf einen kleinen asphaltierten Weg. Ab hier beginnt unser "morgendliches Frühsportprogramm" :-). Gute 120 geht es jetzt erst mal nach oben. Wir kommen an einem Haus vorbei und dahinter beginnt ein Waldstück und der Weg führt nun auf Schotter weiter. Es geht immer leicht bergauf. Ach ja, wir haben die Regenjacken ausgezogen. JIPIE!!!


 

Wegweiser:

 

Pod Martou

853 HM

 

Wir folgen weiter der Markierung GRÜN.


Der Schotterweg führt uns vorbei an Wiesen und an Obstbäumen. Ich habe einen Obstdieb auf frischer Tat ertappt :-). Es gibt heute Zwetschgen, die sind richtig gut. 


 

Wegweiser:

 

Pliskov

862 HM

 

Wir folgen weiter der Markierung GRÜN.


Wir kommen in die nächste Ortschaft mit dem Namen Pliskov. Vom letzten Haus aus, hat man eine tolle Fernsicht auf die Stadt Lipno nad Vltavou und den Lipnostausee. Sogar beim heutigen Wetter, war es klasse. Es geht auf einer kleinen Straße weiter.


 

Wegweiser:

 

Za Slupecnou

801 HM

 

Wir folgen weiter der Markierung GRÜN.


Wir erreichen die kleine Ortschaft Slupecna und unser Weg führt uns durch den Ort. Die Markierung ist sehr gut, wir müssen mehrmals abbiegen. Am Ende des von Suplecna kommen wir an einer Sommerrodelbahn, einem Tretrollerpark u.v.m. vorbei. Hier gibt es sogar eine Outodoorstrecke nur für Tretroller. Danach geht es auf einer ruhigen Straße durch ein Waldgebiet und wir erreichen Lipno nad Vltavou. 


 

Wegweiser:

 

Lipno N. Vlt.

765 HM

 

Wir folgen weiter der Markierung GRÜN.


Vorbei an ein paar Hotels geht es in eine Sackgasse an deren Ende wir über ein Treppe zur großen Straße kommen. Es geht einmal drüber und dann kommt ein kleiner Pfad der uns zum Lipno bringt. Der Pfad zweigt nach links ab, aber direkt vor uns ist eine schöne Aussichtsplattform. Da geht es natürlich hin - Fotos schießen :-). Danach geht es auf einem Radweg weiter. Neben dem Radweg ist ein Pfad, den nutzen wir wieder. Heute waren wir bisher nur auf Teer und Schotter unterwegs und so ein wenig Wiese tut unseren Füßen richtig gut. Am Ende des Pfades sehen wir auch schon unser nächstes Ziel - die Talsperre vom Lipnostausee. 


 

Wegweiser:

 

Lipno nad Vltavou

731 HM

 

Wir folgen weiter der Markierung GRÜN.


Jetzt stehen wir direkt an der Talsperre des großen Lipnostausee. Beeindruckend. Wir gehen über die Straße und auf der anderen Seite sehen wir die Moldau, bzw. einen Rinnsal, der aus dem Stausee herauskommt. Es war wirklich ein heißer Sommer. Dann geht es der Straße entlang und wir kommen am E-Werk vorbei.


 

Wegweiser:

 

Lipno N. Vlt. (ZST)

678 HM

 

Hier endet der erste Teil heute, wir fahren mit dem Zug nach Vyssi Brod. 


An diesem Wegweiser biegen wir zum Bahnhof ab. Wer will, kann natürlich der Markierung GRÜN nach Vyssi Brod folgen (ca. 10 km). Wir kürzen hier ab und fahren mit dem Zug. Wir sind um kurz vor 12 Uhr da, planmäßige Abfahrt ist um 12.14 Uhr. Wir sind gespannt, was heute passiert :-). Nix!!! Alles planmäßig, der Zug ist da, er fährt pünktlich und wir müssen sogar bezahlen. 48 Kronen kostet die Fahrt und an der 5. Station müssen wir wieder aussteigen. Wir haben Vyssi Brod erreicht und überlegen was wir machen. Entweder das Kloster besichtigen und mit dem Bus nach Rozmberk oder nach Rozmberk wandern. Aber wir haben ja einen Wanderurlaub deshalb geht es zu Fuß weiter. Außerdem beschließen wir, das wir nochmals hierher kommen werden, um das Kloster zu besichtigen. 


 

Wegweiser:

 

Vyssi Brod - Klaster (ZST)

561 HM

 

Ab hier folgen wir der Markierung ROT, Richtung Rozmberk


Direkt neben dem Bahnhof in Vyssi Brod steht der Wegweiser. Wir folgen der Straße durch eine Baumallee einen Hügel hinauf. Rückblickend haben wir schöne Blicke auf das Kloster. Danach weist uns die Markierung ROT nach links und wir kommen an einem alten Bauernhof vorbei. 


 

Wegweiser:

 

Hrudkov (Lecebna)

615 HM

 

Wir folgen weiter der Markierung ROT.


Jetzt kommt der schönste Abschnitt des heutigen Tages. Gleich neben dem Bauernhof geht es nach rechts auf einen Wiesenweg mit schöner Fernsicht. Am Waldrand wechseln wir auf einen Pfad, der uns nach kurzer Zeit nach oben führt. Es geht hinauf auf den Kravi Hora. Davor müssen wir aber noch über viele Wurzeln und Steine wandern. Es geht stetig bergauf. So macht es wieder Spaß. Oben angekommen geht es noch kurz auf einem Wiesenweg weiter, bevor wir einen asphaltierten Weg erreichen. Hier biegen wir links ab und werden von diversen Infotafeln nach oben begleitet. Knapp 100 Höhenmeter waren das jetzt. 


 

Wegweiser: 

 

Kravi Hora (Rozc)

700 HM

 

Wir folgen weiter der Markierung ROT.


Es geht noch ein paar Meter auf Asphalt weiter, bevor wir nach links auf einen Wiesenweg abbiegen. Der Weg ist auch wieder richtig schön. Am Ende treffen wir wieder auf eine Straße und ein paar Häuser. Wir gehen durch ein Sägewerk und dann auf einem asphaltierten Weg bis nach Lachovice.


 

Wegweiser:

 

Lachovice

701 HM

 

Wir folgen weiter der Markierung ROT.


Ab hier folgen wir wieder einem Schotterweg. Vorbei an einem schönen Kreuz, das uns an das Gipfelkreuz des Lusen erinnert, treffen wir die nächsten Kilometer immer wieder auf ganz viele Marterln. Danach kommen wir an einer Rastbank vorbei - die perfekte Rastbank :-). Mit schönem Weitblick, an einem tollen Platz. Wir machen hier Brotzeit, bzw. heute gibt es ja nur Gummibärchen (nur die kleine Packung :-)). Vor uns ist ein Fangzaun für Schwarzwild. Wir gehen weiter und auf nächsten Wiese treffen wir auf amerikanische Bisons. (Was es hier nicht alles gibt, gestern die Route 66 und heute Bisons :-)) Wir sind zwar wieder auf einem Schotterweg, aber links und rechts gibt es soviel zu sehen. Riesige Weiden begleiten uns auf dem Weg. Schön ist es hier.


 

Wegweiser:

 

Zumberk

695 HM

 

Wir folgen weiter der Markierung ROT.

(keine Experimente :-) )


FALSCHER WEG / Abkürzungen sind nicht immer gut :-)!

Am Wegweiser Zumberk befindet sich eine kleine Kapelle. Wir schauen uns die Karte an und sehen, wenn wir den Weg nach rechts verlassen, sparen wir uns 1,5 KM und vor allem 1,5 KM auf einer Straße. Das machen wir! Es geht durch ein Waldstück und wir entdecken auch immer wieder ROTE Markierungen, die aber sehr verblichen sind. Anscheinend war das mal der Wanderweg nach Rozmberk. Es geht über einen Wiesenweg in ein schönes Tal... das war´s. Vor uns ist ein riesiger Weide- und Elektrozaun. Deshalb ist hier auch kein Wanderweg mehr. Wir schauen auf die Karte und wollen am Zaun entlang gehen. Es geht durch den Wald, aber nach ein paar Minuten müssen wir umdrehen. Es gibt hier kein Durchkommen. Also wieder zurück zum Wegweiser Zumberk. Naja, anstatt 1,5 KM zu sparen, haben wir jetzt zusätzlich 3 KM zu laufen. 

ALSO NICHT NACHMACHEN :-).  

RICHTIGER WEG:

Am Wegweiser bleiben wir wie ausgeschildert und markiert am Weg. Wir machen keine Experimente :-) und folgen der Markierung ROT. Es geht einen Schotterweg mit richtig großen Steinen einen kleinen Hang hinab. Jetzt beginnt es zu regnen, also wieder Regenjacke an. Durch ein Waldstück erreichen wir die Ortschaft Prizer, wo wir rechts auf die Straße abbiegen. Der Regen wird stärker. 


 

Wegweiser: 

 

Prizer

643 HM

 

Wir folgen weiter der Markierung ROT.


Jetzt sind wir an der Straße, der wir die nächsten Kilometer folgen müssen. Diesen Abschnitt wollten wir eigentlich mit unserer Abkürzung umgehen. Aber macht nichts, es regnet ja nicht. Nein, es schüttet mittlerweile wie aus Eimern, ein richtiger Wolkenbruch begleitet uns nach Rozmberk. Es ging so schnell, das wir nicht mal die Zeit hatten, unsere Regenhose anzuziehen. Wir gehen am Bach Jilovicky Potok entlang. Der zweite Bach bildet sich gerade auf der Straße. Es schüttet wie aus Eimern und wir sind bereits durch und durch nass. Im Tal sehen wir bereits Rozmberk, das vollkommen im Nebel eingehüllt ist. Es geht nochmals steil hinunter und neben uns bilden sich weiter kleine Bäche auf der Straße. Wir erreichen die Hauptstraße von Rozmberk und gehen bis zum Marktplatz. Dort ist unser Hotel für heute. Ach ja, am Hotel angekommen, hat es aufgehört zu regnen.

Ironie des Schicksals :-).


 

Wegweiser:

 

Rozmberk N.Vlt. (Nam./Bus)

548 HM

 

Hier endet unsere 8. Etappe.

 

 

Morgen starten wir hier wieder. 


Wir übernachten heute im Hotel U Martina, direkt an der Brücke zur Moldau. Das Hotel ist der Hammer. Es war früher mal ein altes Bauernhaus und wurde total renoviert. Wir wollen gar nicht zur Dame an der Rezeption gehen, da wir vor lauter Nässe nur so tropfen, aber für die Dame kein Problem. Um 16 Uhr sind wir auf unserem Zimmer, "kultivieren" und Klamotten zum Trocknen aufhängen. Danach drehen wir eine Runde um das Hotel. Der Biergarten liegt direkt an der Moldau. Kanufahrer fahren vorbei. Wir gehen auf die Brücke und machen paar Fotos von der Burg und dem Hotel. Rozmberk ist zwar sehr klein, aber TOP. Wir kommen wieder hierher, das haben wir heute beschlossen. An der Rezeption gibt es wieder was lustiges. Einen Medipoint!!! Das kleine Überlebenspaket für Wanderer, Rad- und Kanufahrer. Gegen 18 Uhr sitzen wir auf der Terrasse und bestellen uns das Abendessen. Es gibt Steak mit Reis und einen Bauernschmaus, dazu Salat und die verspätete "Einlaufhalbe". Gegen 20 Uhr sind wir im Zimmer und Elke versorgt wieder ihren Fuß. Heute ist es gut gegangen, aber die Schmerzen sind trotzdem da. Tapfer!

Morgen ist unsere letzte Etappe.