Cumbria Way 1

Ulverston - Lowick Bridge


13,3 km, 352 HM auf und 341 HM ab

(lt. Aufzeichnung waren es dann doch 18,4 km - der Unterschied ergibt sich dadurch dass man nicht immer auf dem direktem Weg das Ziel erreicht :-). Man muss auf den Wegen immer wieder den Steinen und auf den Weiden die Schafe oder die Kühe umgehen :-). 

 

Markierung: Cumbria Way Schilder - Achtung: davor den Track runterladen, da der Weg sehr dürftig ausgeschildert ist und ohne diesen ist es "schwer" die richtigen Pfade zu finden.

 

Details zur Tour am Ende des Berichts im Outdooractive-Link.


12.05.2019

 

Heute geht es los, der Cumbria Way wartet auf uns. Gegen 5.45 Uhr stehe ich auf uns werfe den ersten Blick aus dem Fenster. Die Sonne scheint, aber es ist trotzdem recht frisch und windig. Ich schaue mir die Tour nochmals an, lese noch was es an Highlights an der Strecke gibt und um 7.20 Uhr steht dann auch Elke auf :-). Wir gehen um 8 Uhr zum Frühstücken im Hotel und es gibt heute Continental Frühstück mit viel Obst und Kaffee. Um 9 Uhr brechen wir auf und machen das obligatorische Startfoto vorm Hotel. Nach ein paar Metern erreichen wir den Marktplatz von Ulverston und biegen hier nach rechts ab in die Upper Brock Street. Kurze Zeit später erreichen wir schon den Parkplatz "The Gill", wo der Cumbria Way offiziell beginnt. 

Am "The Gill" waren wir gestern bereits und wir machen noch einige Fotos vom Gill-Monument und von der "Cumbria-Way-Startbank". Hier treffen wir auch 6 ältere Engländerinnen, die heute auch starten. Diese werden wir noch öfters treffen :-). Ach ja, unsere Koffer werden wieder vom einem Gepäcktransfer transportiert. Wir haben über Sherpa Van gebucht und es hat wieder alles sehr gut geklappt. Das ganz offizielle Startfoto haben wir hier natürlich auch gemacht :-). Elke schnürt nochmals ihre Schuhe und dann geht es endlich los. 

Hinter der Startbank führt uns eine kleine Straße am Bach The Gill entlang. Nach ein paar hundert Metern erreichen wir eine alte Steinbrücke und biegen hier nach links ab. Die Brücke ist echt mystisch und hier finden wir auch den ersten offiziellen Wegweiser, der extra mit viel Moos für uns "präpariert" worden ist :-). 

Nun geht es auf einem kleinen Weg zwischen Steinmauern am Lawyer´s Wood hinauf. Rechts neben uns sehen wir schon die ersten kleinen Hügel in der Richtung, in die uns heute der Cumbria Way führt. Der Anfang ist schon mal richtig gut. Auch das erste "Hindernis" müssen wir durchqueren, dieses mal ein Gitter. Auf unserem Weg müssen weit über hundert Tore öffnen, über Leitern klettern, über Steinmauern kraxeln oder uns durch irgendwelche Gitter quetschen. Aber das sind wir ja schon vielen anderen Fernwanderwegen gewohnt.

Oben angekommen weisen gleich zwei Schilder darauf hin, das wir hier nach rechts abbiegen müssen und es geht jetzt über eine Weide. Die Kühe interessieren sich aber gar nicht für uns und fressen ganz normal weiter. Es ist immer ein komisches Gefühl an den großen Kühen vorbeizugehen, aber am ganzen Weg werden wir unzählige Male durch solche Kuhweiden gehen und irgendwann gewöhnt man sich daran :-). Es geht einen guten Kilometer über die Weiden entlang und wir überqueren Treppen, Steinmauern oder es geht durch ein Gatter. Von hier haben wir einen schönen Blick auf das Sir John Barrow Monument. 

Kurz vor der Old Hall Farm ist dann aber erstmal "Stau". Die 6 Engländerinnen warten schon am Gatter auf "grün" :-). Was ist passiert? Der Seniorbauer der Farm treibt mit seinem Elektro-Scooter die Kühe auf die Weide. Also kurz warten und dann geht es sogar auf einem Teppich weiter. Den Teppich haben die Farmer gelegt, damit der Senior mit seinem Gefährt gut unterwegs sein kann. Es geht einmal durch die Old Hall Farm und hinter dem Wohnhaus dann nach links am Bach entlang.   

Nach ein paar Metern am Bach entlang, wo wir vom Hund des Hofes freundlich begleitet werden, geht es über eine Steinmauer. Danach wandern wir quer über die Wiese und dann am Waldrand hinauf. Wir kommen am schönen Herrenhaus Bortree Stile vorbei und haben wieder schöne Blicke zurück auf Ulverston und das Meer.

Hinter dem Herrenhaus geht es auf einem wilden Pfad weiter und dann über eine Steinmauer. Wir folgen nun einem Pfad über eine Wiese und dann geht es hinauf, vorbei an Ginstersträuchen und immer wieder kann man rückblickend eine tolle Aussicht genießen. Oben angekommen geht es wieder ein paar Mal über Steinmauern, an denen Stufen eingearbeitet sind, damit sie leichter überqueren kann. Die Sonne scheint, die Ausblicke sind super, so macht es richtig, richtig Spaß!!!

Oben angekommen erreichen wir die Higher Lath Farm und wir folgen nun der kleinen Straße nach rechts und es geht wieder bergab nach Newbiggin. Es kommen uns die 6 älteren Engländerinnen entgegen und suchen eine Umleitung, da ein Eigentümer den Cumbria Way auf seinem Grund gesperrt hat. Ein Umleitungsschild hat er zwar angebracht, aber wir finden keine Umleitung??? :-(. Ein Blick auf meine App und wir haben einen Plan, wie es weitergeht. Wir folgen weiter der Straße und biegen an der nächsten Kreuzung nach links ab und versuchen bei der Farm Stony Crag wieder auf den Cumbria Way zu gelangen. Wir gehen gemeinsam mit den Engländerinnen der Weg und treffen auch wieder auf unsere Markierung.  Allerdings hängt am Gatter schon eine Warnung "Bulls in Field". Wir schauen nach, finden aber keinen Bullen, also geht es weiter. Nach der "Bullenweide" ist dann Schluss, die Zäune sind versperrt und wir haben das Gefühl, das der Eigentümer es Ernst meint mit seiner Sperrung. Also gehen wir wieder zurück zur Straße und folgen dieser bis zur Abzweigung nach Hoillowmire, denn ab hier geht der Cumbria Way wieder auf der Straße weiter und danach sollte es kein Problem sein. Also wandern wir zu acht auf der kleinen Nebenstraße weiter und unterhalten uns recht gut über das eine oder andere. Sowas macht Spaß, ein kleiner Ratsch mit "Gleichgesinnten"... Kurz darauf erreichen wir wieder den Cumbria Way bei Hoillowmire. Hier geht es wieder ganz normal am Weg weiter. 

Nachdem wir wieder auf dem Cumbria Way sind, geht es ein paar Meter an der Straße entlang und dann nach rechts auf einen Wiesenpfad. Wir kommen über eine schöne Schaf- und Kuhweide. Es ist Mai und wir treffen auf unserer Tour auf hunderte kleine Lämmer, die uns mit großen Augen mal mehr, mal weniger ängstlich begutachten :-). Wir sehen von hier auch schon unser nächstes Zwischenziel - die St. John´s Church. 

An der St. John´s Church machen wir eine kleine Pause. Wir wollen die Kirche besichtigen, aber leider ist sie verschlossen :-(. Also gehen wir auf den Friedhof, finden hier eine kleine Rastbank und machen hier eine kleine Trinkpause. Das Wetter ist klasse. Die Sonne scheint und auch der Wind ist nicht mehr so stark wie am Anfang der Tour. 

Ausgeruht geht es an der Kirche vorbei und wir treffen auf die größere Straße B5281. Hier biegen wir nach links ab und nach ein paar Metern nach rechts, hinab nach Broughton Beck. Kurz nach der Ortschaft verlassen wir den Cumbria Way. Wir haben uns für eine 7 Tages Tour entschieden und müssen deshalb ein paar Kilometer auf örtlichen Wegen zu unserer Unterkunft laufen. Außerdem wollen wir noch auf den "mächtigen" Lowick Beacon mit 211 Metern NHN. Hier sehen wir auch das letzte mal die 6 älteren Damen aus England, die sogar bis Coniston wollten. Ich bin mir nicht sicher ob sie das geschafft haben, den es ist bereits nachmittags und sie haben noch sehr, sehr viele Kilometer vor sich. 

Wir sind jetzt auf einem örtlichen Footpath unterwegs und es geht recht steil eine Weide hinauf und dann auf einem Feldweg nach Nettleslack. Einmal links und einmal rechts geht es über einen steilen Pfad den Berg hinauf und wir können unseren ersten Gipfel der Tour schon sehen - den Lowick Beacon. Wir haben hier wieder ein schöne Sicht, zurück auf den bisher gegangen Weg. 

Jetzt ist es nicht mehr weit bis zum Gipfel des Lowick Beacon und wir gehen über Weiden den Berg hinauf. Die Pfade sind echt schön und wir haben eine tolle Fernsicht als wir den Gipfel erreichen. Von hier sehen wir auch bereits die englischen "Alpen" durch die uns der Cumbria Way bringen wird. Hammer!!! Wir finden einen großen Steinhügel und nutzen diesen für eine Pause. Es gibt eine Gipfelwurst mit Oat Cakes (Haferkekse). Elke hängt ihr Hemd zum Trocknen auf, muss aber den Wind berechnen :-), den der weht hier richtig heftig. Gut das wir die Tour auf sieben Tage machen, denn so haben wir immer wieder Zeit um Pausen einzulegen und alles zu genießen. Es ist jetzt 13 Uhr und wir haben nicht mehr weit bis zu unserer Unterkunft. (besser gesagt, der geplanten :-) )

Nach der Pause mit richtig schönem Ausblick auf die Berge des Lake Districts geht es weiter. Wir halten uns rechts und gehen über einen Pfad den Berg hinab bis wir auf eine Straße treffen. Dort geht es nach links und wir sehen nochmal den Lowick Beacon. Nach ein paar Metern weist uns der nächste Public Footpath nach rechts auf einen Weg, der an einer schönen Steinmauer vorbeiführt. 

Wir erreichen die Beck Bottom Farm halten uns hier bei den ersten Häusern rechts und an der Farm geht es halblinks weiter. Jetzt wird der Weg richtig klasse. Er führt uns zwischen Steinmauern an schönen Weiden vorbei. Blumen, schöne Bäume, Schafe, Kühe und Aussichten begleiten uns. Das macht Spaß.  

Am Ende des Weges erreichen wir die Wood End Farm und auf einer kleinen Straße geht es bergab. Vorbei an einer kleinen Kirche erreichen wir die Straße A5092, biegen hier nach links und dann gleich wieder nach rechts ab und haben unser "vermeintliches" Tagesziel erreicht. 

Es ist 14 Uhr und wir sind an unserer Unterkunft, dem Farmer Arms in Lowick angekommen. Wir machen unser "Zielfoto" und setzen uns in den Biergarten. Elke geht hinein und bestellt Kaffee und Tee für uns. Das Wetter ist herrlich. Als sie die Bestellung aufgibt und erzählt das wir hier übernachten, bekommt sie die Antwort: "I have bad News for you!" Oh oh, was soll das heißen? Die Besitzern erzählt was von einem Wasserschaden, usw. Elke wird kreidebleich :-). "Don´t Panic at this Moment!" ist dann das nächste was sie verstanden hat. Die Besitzerin hat aber bereits alles weitere organisiert. Unsere Koffer sind bereits im nächsten Hotel, sie hat für uns dort ein Zimmer reserviert und würde uns auch die 3 km mit dem Auto nach Lowick Bridge fahren. Voll cool - alles organisiert. Somit überhaupt kein Problem. Den Fahrdienst nehmen wir nicht in Anspruch. Wir hatten ja bisher nur eine kurze Tour, somit gehen wir selber. Wir schauen auf die Karte, wie wir nach Lowick Bridge kommen, ohne auf der großen Straße gehen zu müssen und finden eine schöne Alternative. Nachdem wir unseren Kaffee und Tee getrunken haben geht es wieder los. (Verlängerung :-) )

Wir gehen vom Farmers Arm Richtung Spark Bridge und biegen nach der Brücke nach links ab und folgen einer kleinen Nebenstraße. Auch von hier sehen wir wieder den Lowick Beacon und kommen an vielen Weiden vorbei. Bei der Bridgefield Farm gibt es tolle Blumen und eine schöne Sicht hinab auf den River Clarke, den wir dann bei Lowick Bridge überqueren. 

Es ist 15 Uhr als wir unser "neues" Ziel - das Red Lion in Lowick Bridge erreichen. Wir machen unser 2. "Finishfoto" für heute, bestellen uns zwei Radler und setzen uns in den Biergarten und genießen die Sonne. Danach Check-In, das Zimmer ist klasse und es kostet ebenfalls 90 GBP inkl. Frühstück. In dem kleinen Hotel ist außer uns nur ein älterer Herr, der hier übernachtet. Er erzählt uns von seinen Kindern, die hier schon mal waren und ihm den Tipp gegeben haben, auch mal hier zu übernachten. Nachdem wir geduscht haben, geht es wieder hinaus auf die Terrasse und wir bestellen und einen Kaffee und einen Tee. Um 17.30 Uhr gibt es heute Abendessen und wir studieren bereits auf der Terrasse, was wir heute essen wollen. Elke bestellt sich heute die Cumbria Sausage im Yorkshire Pudding mit Kartoffelbrei und Gemüse. Für mich gibt es Slow Beef mit einem Mushroom Pie überbacken und Fries und Gemüse. Das Essen in England war immer gut, aber ist auch sehr "nahrhaft" :-). Um 19 Uhr gehen wir aufs Zimmer und bereiten alles für morgen vor und gegen 20 Uhr ist dann auch schon Schlafenszeit. Die viele frische Luft macht müde :-).

TOP Tour an einem schönen Tag!!!

Wir freuen uns auf morgen.  


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