Rundweg, 12,5 km und 644 Höhenmeter
Markierung: Goldsteig, Eibe und Ameise
24.05.2026
Wir haben das Pfingstwochenende und für uns geht es wieder für zwei Tage in den Woid. Unsere Ziele sind der Große Falkenstein und der Bankerlsteig bei Lindberg. Am Samstag Abend geht es bereits in Richtung Nationalpark Bayerischer Wald und wir bleiben in Ludwigsthal über Nacht. Am nächsten Morgen geht es nach Zwieselwaldhaus und wir parken am Ende des Ortes auf dem großen Parkplatz mit dem Namen Brechhäuslau (Navi: Parkplatz Brechhäuslau, 94227 Lindberg-Zwieslerwaldhaus). Von dort geht es zurück in den Ort und dann nach links zum Ortsende bzw. Wald. Wir treffen hier auf den Goldsteig, der uns nun bis zum Großen Falkenstein führt. Der Waldweg führt am Ort entlang weiter und wir erreichen den Urwald Mittelsteighütte. Nach 600 Metern Goldsteig biegen wir nach links ab und der Aufstieg beginnt. Vorbei an riesigen gefallenen Baumriesen führt uns der Weg durch das Urwaldgebiet. Bis zum Ruckowitzschachten sind es 2,8 km und 400 Höhenmeter. Der Jägersteig führt uns am Jägerriegel vorbei. Wir queren zweimal einen Forstweg, ansonsten gibt es hier nur Natur pur. Der Borkenkäfer hat hier in den letzten drei Jahren stark zugeschlagen, aber es entsteht bereits der nächste neue Wald. Neben den vielen grauen abgestorbenen Bäumen sieht man bereits ganz viele "neue Bäume", die sich das Areal erobern. Top, wir sind dabei, wenn ein neuer Wald entsteht. "Natur, Natur sein lassen!"
Am Waldrand treffen wir auf den Ruckowitzschachten und machen dort erst einmal eine kleine Pause. Der Name Ruckowitz kommt von Rückenwiese, aber beim Übersetzen vom Bayerischen ins Preußische gab es Verständigungsprobleme :-). Egal, auf jeden Fall ein richtig schöner Platz. Hier ist auch sehr oft das rote Höhenvieh anzutreffen. Für uns geht es weiter durch den Schachten und an dessen Ende auf einem steinigen Pfad noch einmal ein wenig stärker bergauf. Wir kommen am Hochwiesriegel und Ruckowitzberg vorbei. 1,5 km nach der Rastbank am Schachten erreichen wir die nächste Kreuzung. Hier biegen wir nach rechts ab und eine lange Gerade (Pfad) führt uns immer weiter bergauf. Wir erreichen ein Waldstück und ein paar Meter später stehen wir auch schon an einer großen Forstwegkreuzung. Wir sehen bereits das Große Falkensteinschutzhaus, die Kapelle und den Gipfel des Berges.
Für uns geht es erst einmal in die Kapelle und dann die letzten paar Meter hinauf zum Gipfel des Großen Falkenstein (1.315 m NHN). Die Aussicht ist super und so setzen wir uns
erst einmal auf die Felsen und genießen die Aussicht hinab ins Tal und hinüber zum Großen Arber. Wow, ist das schön! Gipfel, blauer Himmel und Sonne - perfekt. Was kann es Besserer geben?
Natürlich eine Brotzeit im Schutzhaus :-). Also geht es hinab zur Hütte und wir bestellen uns zwei Radler, ein Käsebrot und einen Kaiserschmarrn. Das Panoramafenster ist der Hammer. So macht das
Spaß.
Fun fact: Es gibt auch einen Radweg hier hinauf und vor dem Schutzhaus stehen sicherlich knapp 100 Bikes. Ratet mal, wie viele davon E-Bikes und wie viele davon Bio-Bikes sind? Richtig, es sind
ALLES E-Bikes :-). Find ich trotzdem cool, sonst wären nicht so viele Menschen am Gipfel, im Schutzhaus und in der Natur.
Unser nächstes Ziel ist der Kleine Falkenstein und die Markierung "Eibe" bringt uns dort hin. Vom Schutzhaus gehen wir zurück zur Kreuzung und folgen nun dem Forstweg für ein paar Meter bergab. Dann weist uns die Markierung nach links auf einen Pfad. Steinig und wurzelig und mit schöner Aussicht geht es nun bergab. Nach einem Kilometer erreichen wir eine kleine Freifläche und hier machen wir einen Abstecher zum Gipfel des Kleinen Falkenstein (1.190 m NHN). Ein felsiger Weg führt uns hinauf. Von Gipfel des Felsenplateaus haben wir ebenfalls wieder eine richtig coole Sicht hinab ins Tal. Die Falkensteinrunde geht immer.
Jetzt beginnt der Rückweg nach Zwieslerwaldhaus. 5 km und 420 HM bergab liegen vor uns. Wir steigen vom Gipfel des Kleinen Falkenstein wieder ab und es geht unterhalb der Felsformation weiter. Wir folgen wieder der Markierung "Eibe". Der sogenannte Adamsteig bringt uns über eine felsigen Pfad bergab. Wir queren einen Forstweg und dann wird es auch ein wenig flacher. Nach dem nächsten Forstweg folgt noch ein kleiner Pfadanteil und dann erreichen wir den Forstweg "Schillerweg", dem wir nach rechts folgen. Nach 600 Metern erreichen wir Zwieslerwaldhaus. Wir queren einmal die Straße und gehen den Waldweg bergab. Nach 50 Metern treffen wir auf den Wanderweg "Ameise", dem wir nach rechts folgen. Nun ist es nur noch ein guter Kilometer entlang des Ortes auf einem flachen Weg mit vielen Infotafeln und wir erreichen wieder unseren Startpunkt am Parkplatz Brechhäuslau.
Eine richtig coole Tour bei perfektem Wetter. Großer Falkenstein geht immer!
Für uns geht es noch einmal zurück nach Ludwigsthal, wo wir uns die Kirche anschauen wollen. Echt beeindruckend.
Die neuromanische Herz-Jesu-Kirche in Ludwigsthal (erbaut 1893–1894) besticht als historistisches Gesamtkunstwerk. Ihre Besonderheit liegt in der lückenlosen, farbenprächtigen
Innenausmalung von Franz Xaver Hofstötter.
Morgen geht es für uns auf den Bankerlsteig bei Lindberg, deshalb suchen
wir uns eine ruhigen Platz in der Nähe und bleiben mit dem CamperVan gleich mal hier. Den Platz den wir gefunden haben, ist klasse. Fehlt nur noch Hase, Fuchs und Reh, so ruhig ist es hier.