Ruselabsatz - Landshuter Haus - Breitenauriegel


Rundweg, 12,7 km und 269 Höhenmeter

Markierung: Goldsteig, Rot 2, Rot 3

 

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03.01.2026

 

Heute wollen wir in die Deggendorfer Hausberge. Im Wetterbericht und auf den Webcams habe ich gesehen, dass hier Schnee liegen soll. Wir wollen auf das Landshuter Haus und den Breitenauriegel und der Start war geplant am Parkplatz Oberfrohnreut. Diesen können wir allerdings nicht anfahren (Forstweg und nicht geräumt). Auf der Hälfte der Strecke bleiben wir im Schnee hängen und rollen langsam rückwärts wieder hinab auf die Straße. OK, Planänderung, dann starten wir am großen Parkplatz am Ruselabsatz (Navi: Ruselabsatz, 94571 Schaufling). Der Parkplatz kostet EUR 2 für den ganzen Tag. 

Wir folgen nun dem Goldsteig und ein Waldweg führt und durch den neu geschaffenen stillen Wald. Grödel haben wir dabei, Schneeschuhe nicht - schau ma mal, wie wir voran kommen. Hier unten liegen gut 10 cm Schnee. Nach 300 Metern biegen wir nach links auf einen Forstweg und 10 Meter später wieder nach rechts auf einen Pfad ein. Nun geht es steil bergauf. Im Sommer sieht man noch die vielen Steine und Wurzeln und da kommt einem der Weg noch viel steiler vor. Nach 1,4 km erreichen wir die Josefsbuche. Top, der Abschnitt war echt cool. Schnee stapfen und die Tatzen der Bäume sind von ihm umhüllt. Das macht Spaß. Aber es ist auch bitterkalt. Minus 8 Grad und leichter Wind. 

Weiter geht es am Goldsteig entlang. Der Schnee wird tiefer, aber obwohl es anstrengend ist, macht es richtig Spaß. Der Pulverschnee gibt gut nach und vor uns hat schon jemand eine Spur gezogen, so dass Grödel oder Schneeschuhe nicht nötig sind. Nach dem Anstieg erreichen wir den unmarkierten Gipfel Hirschenkopf (980 m NHN) und nur einige Meter später die Wanderkreuzung "Hölzerne Hand", wo etliche Wege aufeinander treffen. 

An der "Hölzernen Hand" verlassen wir den Goldsteig. Dieser ist im Winter eine Langlaufloipe für die nächsten knapp 1,5 km. Wir biegen nach dem "Untersta nach rechts ab und folgen jetzt der "Rot 2". Nach ein paar Metern auf einem Forstweg geht es nach links auf einen Pfad, der am Hang unterhalb vom Goldsteig weiterführt. Leicht wellig führt und der Weg nun durch ein Winterwonderland. Der Schnee wird tiefer, es wird kälter und die Sonne fehlt (noch). Nach 1,4 km treffen wir wieder auf den Goldsteig, der jetzt hier keine Loipe mehr ist. 

Jetzt geht es wieder steiler bergauf und nach einem guten Kilometer auf einem uralten Weg, der fast gepflastert wirkt (sieht man aber heute nicht :-)) erreichen wir das Oberbreitenauer Hochmoor. Infotafeln erklären uns einiges über dieses Naturschutzgebiet. Der Weg führt uns vorbei an vielen Birken bis zu einer Kreuzung, wo wir nach links abbiegen. 

Jetzt sind es nur noch 500 Metern und wir erreichen zuerst die Überreste des Hochsiedlung Oberbreitenau und dann das Landshuter Haus. Dieses wurde in den letzten beiden Jahren so gut wie fast neu gebaut. Allerdings fehlt noch ein Pächter, aber laut "Gerüchten" könnte es ab 2026 wieder bewirtschaftet sein. Auf der freien Fläche weht ein eiskalter Wind. Zum Fotografieren müssen wir die Handschuhe ausziehen und nur ein paar Minuten später sind die Hände bereits durchgefroren. Am Eingang zum Landshuter Haus gibt es einen "Unterstand". Wir flüchten dorthin und wärmen uns erst einmal mit Tee und Kaffee von daheim auf. Das tut gut. Im windgeschützten Bereich fühlt es sich gleich viel wärmer an. Dann geht es nochmals auf die Terrasse. Wir machen Fotos, aber nicht lange. Es ist echt eiskalt. So packen wir uns warm ein und gehen zurück zur Kreuzung am Eingang in das Oberbreitenauer Moor. 

Hier verlassen wir den Goldsteig und folgen nun der "Rot 3". Es geht am Forstweg geradeaus weiter und kurz nach der nächsten Kreuzung biegt der Weg nach links in einen Waldpfad ein. Bis zum Gipfel des Breitenauriegels sind es nur noch 800 Meter, aber auch 100 Höhenmeter in jetzt tieferen Schnee. Das ist anstrengend und so kommen wir heute doch noch ins Schwitzen. Der kalte Wind ist hier im Wald nicht mehr zu spüren. Jetzt kommt sogar noch die Sonne heraus, auf die wir den ganzen Tag gewartet haben. SUPER!!!

 Wir haben den Gipfel vom Breitenauriegel (1.114 m NHN) erreicht. Es steht oben auf einem Felsmassiv und heute ist es gar nicht so einfach hinauf zu kommen. Oben angekommen, scheint dann auf einmal die Sonne. Zwar immer nur kurz, der Wind sorgt für einen Wechsel auf sonnig, neblig und bewölkt. Das Farbenspiel ist super. Wir machen etliche Fotos und genießen die Zeit hier am Gipfel. 
Wir haben heute den ganzen Tag über sieben andere Wanderer getroffen. 

Super, zur richtigen Zeit am Gipfel, denn jetzt beim Abstieg ist es wieder bewölkt. Wir folgen der "Rot 3" hinab zu einer großen Waldkreuzung, wo wir nach links in Richtung Bergwachhütte abbiegen. Nach der Hütte wird aus dem Weg wieder ein Pfad, der uns steil bergab führt. Die Sonne kommt immer wieder hervor und wir kommen nicht weiter... wir müssen immer wieder fotogarfieren. 1,8 km nach dem Gipfel erreichen wir wieder die Wanderkreuzung "Hölzerne Hand".

Ab hier folgen wir wieder dem Goldsteig und nehmen die gleichen Weg wie beim Aufstieg. Es geht steil bergab in Richtung Josefsbuche und immer wieder haben wir Sonnenblicke und kurz bevor wir unseren Startpunkt erreichen, sehen wir auch schon den einsetzenden Sonnenuntergang. Die letzten 300 Meter nehmen wir nicht den Weg durch den "stillen Wald", sondern gehen auf dem Forstweg. Heute ist dieser noch nicht gespurt und somit kein Problem. Den vom Forstweg aus können wir den Sonnenuntergang noch genießen, bevor wir pünktlich zu dessen Ende am Auto ankommen. Elke ist heute sogar das Wasser in ihrer Trinkflasche, die sie am Rucksack verstaut hatte, eingefroren. 
WOW, was für eine tolle Schnee-Winterwonderland-Tour.
Hat echt Spaß gemacht.