Hirschenstein, Klausenstein und Rauher Kulm - Nebelmeer und Sundowner


Rundweg, 10,5 km und 355 Höhenmeter

Markierung: Goldsteig gelb und blau, Rot 8 und Forstweg

 

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21.12.2025

 

Seit vielen Tagen haben wir in Straubing nur Nebel und kennen die Sonne nur noch vom Hörensagen :-). Also in die Webcams geschaut und Schwupp - Grandsberg liegt oberhalb des Nebelmeeres. Also geht es heute auf die Klassikerrunde zum Hirschenstein, Klausenstein und Rauher Kulm. 

Wir starten am Wanderparkplatz Grandsberg (Navi: Grandsberg, 94374 Schwarzach). Der Platz ist bereits gut gefüllt, als wir gegen Mittag ankommen. Das Parkticket kostet EUR 2 und gilt den kompletten Tag. Wir laufen gleich mal in Richtung des Gasthauser Menauer und ja - die Entscheidung war richtig. Sonnenschein und unter uns ein Nebelmeer, dass den Gäuboden umhüllt. Es geht zum Gipfelkreuz Grandsberg und dann folgen wir der Markierung "Goldsteig blau". Sie führt uns oberhalb des Gasthauses am Forstweg entlang und dann geht es nach links auf einen Pfad, der uns hinauf zu einer Hütte führt. Von dort haben wir wieder eine tolle Sicht hinab in den Gäuboden. Wir folgen weiter der Markierung "Goldsteig blau", die uns nach einiger Zeit zum großen Wanderknotenpunkt Schuhfleck führt. 

Das hat gut getan. Sonne tanken ist auch im Winter sehr wichtig. Heute ist es sogar so warm, dass wir ohne Jacke unterwegs sein können. Am Schuhfleck wechseln wir auf die Markierung "Rot 8", die uns nun auf den steilsten Teil der heutigen Runde bringt. Zwei Kilometer steiniger Pfad und gute 200 Höhenmeter warten auf uns. Das ist anstrengend, aber auch total schön. Nach der Querung eines Forstweges ist es nicht mehr weit und wir sehen zwischen den Bäumen (ohne Laub) sogar schon den Turm vom Hirschenstein. Die letzten Meter haben es aber noch einmal in sich. Eine steile und steinige Rampe liegt noch vor uns. 

Wir haben den Hirschenstein (1.095 m NHN) erreicht und machen erst einmal ein kleine Mittagspause. Hier pfeifft der wind ordentlich und vor allem auch richtig kalt = dicke Jacke anziehen. Heute ist hier mächtig was los. Wir warten bis der Turm frei ist und steigen hinauf. Der Blick heute ist wieder der Hammer. Nebelmeer und Sonne. Das macht Spaß. Genau deshalb sind wir heute hier. TOP!!!

Jawohl, schön wars. Ab jetzt folgen wir dem Goldsteig in Richtung Kalteck. Über einen steilen Wurzelpfad geht es bergab und wir queren zweimal einen Forstweg. Kurz darauf erreichen wir den Mühlgrabenweg und den Goldsteig Rastplatz am Lankdreisdreieck Straubing, Deggendorf und Regen. Ab hier geht es wieder bergauf und unser nächstes Ziel der Klausenstein ist nicht mehr weit. 

Nach der Steigung geht es einmal "unmarkiert" nach rechts in den Wald und dort führt uns ein Steig entlang eines Felsengrats zu einem der schönsten Gipfelkreuze im Bayerischen Wald - dem Klausenstein. Wow, heute ist es auch hier perfekt. Sonne, Nebelmeer, Fernsicht - was willst du mehr. Wir nehmen Platz und bleiben eine Ewigkeit sitzen und genießen einfach den Moment. TOP!!!

Nach einer kleinen Kraxeleinlage geht es nun über einen Pfad wieder hinab zum Goldsteig, den wir nun wieder folgen. Allerdings nur für eine paar Meter. Nach einer Unterkunftshütte biegen wir nach rechts in den Wald ein. Punkte an den Bäumen zeigen uns den Weg und an dessen Ende erreichen wir Gipfel Nr. 3 des Tages. Der Rauhe Kulm hat ein neues Gipfelkreuz mit einer Glaskugel in der sich die Welt auf den Kopf dreht. Auch hier nehmen wir Platz und genießen die Aussicht, die Sonne und den Augenblick. 

Eigentlich wollten wir über den Mühlgrabenweg zurück nach Grandsberg und dort den Sonnenuntergang erleben. Aber wir haben zu lange getrödelt :-). Wir nehmen für den Rückweg eine andere Route, die zwar nicht kürzer aber schneller zu laufen ist. vom Rauhen Kulm gehen wir wieder zurück zum Goldsteig Rastplatz und weiter bis zum Forstweg. Dort biegen wir nach links ab und es geht bergab. Wir erreichen nach 1,5 km wieder den Schuhfleck, folgen wieder den uns bekannten Forstweg bis zur Hütte und jetzt geht es die letzten Meter auch wieder am Forstweg bergab. Der Sonnenuntergang ist bereits voll am Arbeiten und so sind die letzten Meter bis zum Parkplatz schon richtig cool. 

Wir "fahren" jetzt noch vor zum Parkplatz beim Gasthaus Menauer, denn von hier hat man den besten Blick. Wir überlegen den Sonnenuntergang im Auto anzuschauen, denn es ist auf einmal bitterkalt geworden. Aber nein, wir ziehen alles an, was wir dabei haben und setzen uns vor dem Auto in die Wiese und genießen den Sundowner in Grandsberg. WOW - einfach nur schön. Wir sind nicht alleine. Der komplette Parkplatz ist noch voll. Viele stehen noch um uns herum und noch viel mehr Menschen sind sicher noch am Hirschenstein und genießen dort den Sonnenuntergang. 
TOP - Hirschenstein geht immer. Heute mit dem Nebelmeer und dem Sonnenuntergang war es schon wieder fast "kitschig" :-).