Rundweg, 7,4 km und 370 Höhenmeter
Markierung: Goldsteig blau und gelb
31.01.2026
In den letzten Tagen hat es weiterhin viel geschneit, da aber tagsüber bereits Plusgrade herrschen, sind Schneeschuhtouren nur noch in den höheren Lagen möglich. Wir checken den Schneebericht und sehen das in der Arberregion noch genügend Schnee vorhanden sein soll. Start ab der Berghütte Schareben wäre cool. Dort kann man im Winter aber nur ab und an mit dem Auto rauf. Wir schauen auf die Seite des Zellertals nach und sehen der Winterbus fährt nicht und die Straße zur Schareben ist nicht gesperrt. Das ist gut. Auf der Seite der Berghütte Schareben steht "Zufahrt frei, aber nur mit Winterausrüstung", damit sind Schneeketten gemeint. Schlecht :-) !!! Tags zuvor war ein Wanderfreund auf der Schareben und so schreibe ich ihm und er teilt mir mit: Zufahrt vereist, vorsichtig fahren, reichlich Rollsplit und er ist gut raufgekommen". Sehr gut. Dann machen wir das auch. So geht es von Straubing nach längerer Vorbereitung in Richtung Schareben. Die Zufahrt ist sehr schmal, steil und heute zum Teil sehr vereist. Mit dem Rollsplit geht es aber sehr gut. Um 11 Uhr erreichen wir den Parkplatz an der Berghütte Schareben (Navi: Schareben 2,
94256 Drachselsried). Es geht heute auf die Heugstatt und den Enzian, zwei Gipfel der bekannten Acht-Tausender.
Ab der Berghütte Schareben geht es über den blauen Goldsteig hinauf zur Acht-Tausender-Tour und den gelben Goldsteig. 1,7 km und 170 Höhenmeter sind es bis zum Sattel. Anfangs folgen wir der Langlaufloipe, die auf diesem Abschnitt für Wanderer und Langläufer freigeben ist. Wir gehen aber ganz links, um so wenig Loipe wie möglich zu beeinträchtigen. Nach 200 Metern biegt unser Weg nach rechts ab und hier ziehen wir dann auch die Schneeschuhe an. Durch eine wunderschöne Winterlandschaft führt uns der Weg immer weiter nach oben. Nach gut einem halben Kilometer wird der Weg breiter und nach weiteren 500 Metern queren wir einen Forstweg. Endspurt - jetzt sind es noch 500 Meter über einen tollen Pfad (im Sommer mit Wurzeln und Steinen übersät) nach oben.
Wir haben den Sattel erreicht und auch den Goldsteig, sowie die Acht-Tausender. Ab jetzt folgen wir dem Goldsteig gelb und es geht nach rechts hinauf zur Heugstatt. Es ist zwar bewölkt, aber die Sonne kann man trotzdem sehen und das ergibt ein sehr coole Atmosphäre. 700 Meter und 100 Höhenmeter gilt es nun als nächstes zu bewältigen. Wir brauchen ewig lange... nicht wegen der Höhenmeter, nicht wegen des vielen Schnees und auch nicht weil das Wandern mit Schneeschuhen anstrengender ist, sondern - es ist einfach so schön heute, das wir ewig stehenbleiben müssen und zum schauen und zu fotografieren :-). Oben angekommen biegen wir am Wegweiser nach rechts ab und machen den Abstecher zur Heugstatt und Heugstattwiese.
Es geht nun die knapp 200 Meter bis zum Gipfelkreuz der Heugstatt (1.262 m NHN). Für uns ein ganz besonderer Ort mit einer einzigartigen Atmosphäre. Zwischen dem Nebel kommt sogar ganz leicht die Sonne hervor. Wir treffen hier auch einen anderen Wanderer, den wir heute immer wieder begegnen werden und quatschen ewig lange mit ihm. Nachfolgend etliche Gipfelkreuzfotos - war irgendwie voll schee heute.
Es geht wieder die 200 Meter zurück zum Goldsteig und dann den Berg hinunter zu einem Sattel zwischen Heugstatt und Enzian. Im Sommer gibt es hier Blaubeeren ohne Ende und heute ist alles weiß und verschneit. Der Nebel zieht immer mehr auch zu uns und so sehen wir nach einem knappen Kilometer den nächsten Gipfel nicht einmal mehr. Der Aufstieg ist kurz und steil. Knapp 70 Höhenmeter und wir sehen im Nebel das Gipfelkreuz vom Enzianfelsen. Wir gehen aber noch ein paar Meter weiter, denn dort ist der eigentliche Gipfel. Ein kleines gebasteltes Holzkreuz markiert den Ort. Hier ist schon wieder wesentlich mehr Schnee auf dem Weg. Den vom Enzian zum kleinen Arber sind nicht mehr so viele Wanderer unterwegs im Winter. Jetzt machen sich die Schneeschuhe noch viel mehr bezahlt.
So jetzt heißt es wieder umdrehen. Wir gehen die paar Meter zurück zum Gipfelkreuz des Enzianfelsens. Normalerweise mit TOP-Aussicht. Heute sind wir froh, dass wir das Gipfelkreuz erkennen können :-). Danach geht es wieder auf bekanntem Weg zurück zur Heugstatt.
Natürlich laufen wir noch einmal zur Heugstatt, die jetzt auch komplett im Nebel verhüllt ist. Wir nehmen Platz, machen Brotzeit, trinken Tee und Kaffee und genießen diesen Wintermoment. Im Jahr
2026 war der Winter bisher echt cool. So viele Schneeschuh-, Grödel- und Wintertouren durften wir schon lange nicht mehr machen. Danach geht es wieder hinab zur Schareben. Der Abstieg geht
schnell und gegen 15 Uhr sind wir wieder am Auto und es geht zurück nach Straubing, denn wir wollen heute noch auf Rockkonzert gehen.
Die Heugstatt - Enzian Runde ist empfehlenswert zu jeder Jahreszeit.