Rundweg, 5,1 km und 285 Höhenmeter
Markierung: Rot 5 (Zwerchecker Steig) und Forstwegstück unmarkiert
20.02.2026
Heute wird ein ganz besonderer Tag - wir dürfen heute ein echtes Winterwonderland erleben, so wie man es nur alle paar Jahre erfahren darf!!!
Aber von vorne: In den letzten Tagen hat es viel geschneit, aber es war kalt und dunkel. Für heute Freitag meldet der Wetterbericht Sonne und so nehmen wir kurzfristig Urlaub. Um 11 Uhr erreichen wir den Startpunkt unserer Tour den Parkplatz an der Scheibe zwischen Lohberg und Brennes (Navi: An der St2154 -, Nähe Großer Arber, 93470 Lohberg). Jetzt im Winter kostet das Parkticket EUR 4. Wie ist das Wetter? Sonne und blauer Himmel. Ich glaube, das wird heute richtig cool. Wir folgen heute der Markierung "Lo5", dem Zwerchecker Steig. Gleich hinter dem Parkplatz geht es nach rechts und ein Forstweg führt uns 600 Meter leicht bergauf, bis wir auf eine Forstwegkreuzung treffen. WOW - ist das heute schön. Sonne, blauer Himmel, Schnee auf den Baumzweigen. Das macht Spaß!!!
Jetzt ziehen wir auch die Schneeschuhe an, bisher waren sie notwendig, da der erste Abschnitt gewalzt ist und als Winterwanderweg dient. Wir biegen nach rechts ab und jetzt geht es entlang der gespurten Loipe (bitte auf der linken Seite gehen und nicht die Loipe beschädigen). Nach 400 Meter biegen wir nach links auf einen Pfad ein. Die ersten 50 Höhenmeter sind geschafft. Nun folgen wir einem verschneiten Pfad durch einen Winterwald. Das macht Spaß. Nach 400 Metern erreichen wir eine Freifläche.
Von der Freifläche haben wir die ersten schönen Aussicht auf die Umgebung und auch schon auf den Großen Arber, den wir hinter uns sehen. Danach geht es wieder weiter bergauf. Der Pfad ist gut ausgetreten, aber bei jedem Schritt sinkt man noch ein, rutscht immer wieder nach hinten weg und so ist es heute richtig anstrengend, hier den Berg hinauf zu laufen. Aber die Aussichten und das Winterwonderland machen das alles mehr als weg. Es geht nun noch einem KM bergauf. Teils richtig steil, so dass wir immer wieder stehen bleiben müssen, um die Umgebung zu bewundern oder auch einfach nur zu Luft zu holen :-).
Nach insgesamt 2 km und 270 Höhenmeter haben wir den Grenzkamm erreicht. Wir biegen nach links ab und folgen nun den blau-weißen Grenzsäulen. Wir treffen auf die Überreste der Juranek Hütte, vom Skiclub Pilsen erbaut. Sie war ein Unterkunftshaus mit Übernachtungsmöglichkeiten und Gastro. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde sie leider gesprengt :-(. Wir folgen dem Grenzkamm und die Atmosphäre ist heute super. Sonne, der blaue Himmel und der vereiste Schnee an den Ästen der Bäume. Wow, ja genau das haben wir gesucht und heute gefunden.
Nach 300 Metern erreichen wir einen der beiden Doppelgipfel des Berges und zwar den Svaroh auf tschechischer Seite (1.333 m NHN). Wir klettern auf das Gipfelkreuz und genießen die tolle Aussicht in das Böhmische und auf den Großen Osser. Wahnsinn, wie der vereiste Schnee hier an den Bäumen hängt. Der Wind war recht heftig und kalt in den letzten Tagen. Heute schaut es einfach nur richtig gut aus.
Weiter geht es entlang des Grenzkamms. Bis zum zweiten Gipfel des Berges ist es nicht weit. Nach ein paar Metern verlassen wir den Grenzkamm nach links und haben von hier eine fantastische Sicht auf den Großen Arber. Nach 300 Meter haben wir das Zwercheck mit 1.333 m NHN erreicht. Wir klettern auf den Gipfel und auch hier - einfach der Wahnsinn. So schön ist der Winter.
Weiter geht es entlang des "Lo5" der uns nach nur 100 Metern zum nächsten Highlight führt. Wir treffen auf das Naturkino. Ein Rastplatz mit etlichen Bänken und einer Premiumaussicht in den Lamer Winkel, bzw. auf den Großen Arber. Die Bänke sind heute schon recht verschneit und sitzen geht nur auf der Rückbank. Hier machen wir Pause und treffen auf drei weitere Wanderer, mit denen wir eine Ewigkeit quatschen. Auf der ganzen Tour heute haben wir keine zehn Personen getroffen - es war trotz dieses perfekten Wetters, komplett ruhig.
Nach einer gefühlten Ewigkeit am Svaroh, Zwercheck und hier am Naturkino müssen wir uns leider wieder vom Winterwonderland verabschieden. Es geht über den Lo5 wieder bergab. Das ist aber nicht minder schön. Über einen verschneiten Waldweg führt uns die Markierung hinab zu einem Forstweg, den wir nach 1,5 km erreichen. Wir machen immer wieder einen kleinen Abstecher zu den unberührten Stellen direkt neben dem Weg und machen ein wenig Tiefschneeschuhwandern. Am Forstweg biegen wir nach links ab und folgen diesem unmarkierten Abschnitt. Nach 500 Metern treffen wir auf die nächste Kreuzung, die wir vom Aufstieg schon kennen und so geht es wieder zurück zum Parkplatz auf der Scheibe.
TOP!!! TOP!!! Schneeschuhtouren in einem perfektem Winterwonderland sind selten, daher haben wir das heute sehr genossen.