Rundweg, 7,8 km und 63 Höhenmeter
Markierung: gelb und grün (Teile auf dem Goldsteig orange)
15.10.2025
Wir sind wieder drei Tage im Nationalpark Bayerischen Wald und im Sumava unterwegs. Vorgestern haben wir bereits die Steinbachklause erwandert, gestern sind wir von Bucina zu den verlassenen Dörfern gewandert und und heute steht das Säumermoor auf dem Programm.
Wir haben auf dem großen Parkplatz Stozec übernachtet. Die Nacht war ruhig und angenehm. Die Parkgebühr beträgt umgerechnet EUR 4,--. Gleich in der Frühe ist der Bauhof gekommen, um eine neue Stromleitung zu ziehen. Somit ist auch die Schranke vom Parkplatz außer Betrieb :-) - also erst einmal Frühstück. Danach haben sie den Strom eingeschaltet, wir konnten zahlen und aus dem Parkplatz ausfahren. Mit dem CamperVan geht es zum Starpunkt der Tour nach Dobra, das nur einige KM entfernt liegt. Nach ein paar Minuten treffen wir auf dem Wanderparkplatz am Ortseingang ein (Navi: Parkoviště Dobrá, Dobrá, 38451 Stožec - Dobrá, Česko). Wir folgen der gelben Markierung in den Ort hinein. Vorbei an den historischen Häusern von Dobra in dt. Guthausen geht es am Restaurant "Hospoda U Němečků" vorbei. Da war ich schon mal 2018 bei einer Pressereise und die Küche war sehr gut. Kurz nach der Kapelle treffen wir auf den Wegweiser "Dobrá - kaple" und biegen nach links ab. Wir sind aktuell sogar auf dem tschechischen Goldsteig unterwegs.
Ein Wiesenweg führt uns nun hinab in ein Moorgebiet und nach 600 Metern erreichen wir auch schon die warme Moldau (aufgrund ihrer braunen Farbe). eine super Location. Der Pfad schlängelt sich durch hohe Gräser und durch ein Feuchtgebiet. Wir folgen dem schmalen Weg im Zickzackkurs am Fluss entlang und erreichen nach ein paar Metern die Holzbrücke über die Moldau. Sie schwingt ganz schön als wir über sie wandern.
Nach der Brücke steht der Wegweiser "Dobrá - lávka" und hier müssen wir uns links halten. Wir folgen nun der Markierung "grün", die uns weiter durch das Feuchtgebiet führt. Nach kurzer Zeit erreichen wir ein Waldstück und der Weg führt wieder zur Moldau und wir entdecken mehrere Bunker aus dem 2. Weltkrieg. Gebaut zum Schutz vor den Nazis, konnten sie den Tschechen nicht helfen, da sie in München verraten wurden. Wieder ein sehr merkwürdiger Ort. Die schöne Moldau mit Natur pur und daneben die Zeugen einer traurigen Geschichte. Wir folgen dem Lauf des Flusses bis zu einer Wegekreuzung und einem Wegweiser. Hier kommen wir später auf dem Rückweg wieder her.
Wir folgen noch einen weiteren Kilometer dem Pfad entlang der Moldau. Insgesamt treffen wir auf drei versteckte Bunker, die sich die Natur aber wieder langsam zurückholt. Der weitere Verlauf führt über einen Campingplatz und vorbei an einem Militärmuseum, dass wir aber nicht besuchen. Am Ende des Campingplatzes sehen wir bereits die Brücke über die Moldau, die Säumerbrücke oder auch Soumarský most. Im Mittelalter eine sehr wichtige Brücke. Allerdings gehen wir nicht ganz soweit, sondern biegen einige Meter davor nach rechts ab.
Nun geht es hinein in das Säumermoor, bzw. das Soumarské rašeliniště. Ein Torfmoor, das bis in die 90er noch industriell abgebaut wurde und seitdem renaturiert wird. Ein Bohlenweg mit etlichen Infotafeln in deutsch und tschechisch führt durch das Sumpfgebiet. Auf halber Strecke erreicht man einen kleinen Aussichtsturm, der aber aktuell gesperrt ist, da er im Moor eingesunken ist :-). Echt cool - Birken, Gräser, dunkle Tümpel und viel Natur. So geht es knapp 1,5 km durch das Soumarské rašeliniště.
Am Ende des Lehrpfads durch das Torfmoor sind wir wieder an der Moldau angekommen. Wir biegen nach links ab und folgen dem alt bekannten Weg, der uns noch einmal an einem Bunker vorbei und an der Moldau entlang zur hölzernen Brücke führt. Dann geht es zurück nach Dorba. Dieses Mal aber mit einer anderen Sicht auf die Natur und die Umgebung. Eine tolle Runde mit viel Natur. Für uns ist das Kurzabenteuer nach drei Tagen zu Ende und wir fahren wieder nach Hause. Schee wars.