Rundweg, 9,1 km und 320 Höhenmeter
Markierung: Bayerisch-Österreichischer Schmugglerweg, Donausteig, Öttl-Steig und Donau-Radweg in Österreich
Achtung - bitte Fahrtzeiten Donaufähre beachten: Infos
01.05.2026
Wir waren gestern im Erlautal und auf der König-Max-Höhe und haben am großen Parkplatz vor dem Kraftwerk Jochenstein übernachtet (Navi: Am Kraftwerk 1, 94107 Untergriesbach). Der Parkplatz
ist genial. Man steht direkt an der Donau und kann den ganzen Tag den Dampfern zuschauen, wenn sie in die Schleuse mit Schrittgeschwindigkeit einfahren. Wir stehen um 8 Uhr auf und auch beim
Frühstücken schauen wir wieder den Schiffen zu. Waren es gestern Abend gut 10 Ausflugsdampfer, sind es heute eher Transportschiffe, die wir beobachten können. Um 11 Uhr ist der Parkplatz schon
gut gefüllt und auch wir machen uns auf den Weg. Die Tour startet direkt von diesem Parkplatz und wir gehen in Richtung Staustufe und am Restaurant vorbei. Wir folgen den Schildern des
Bayerisch-Österreichischen Schmugglerwegs in Richtung Riedl/Ebenstein. Nach dem Restaurant müssen wir für 500 Meter der Straße folgen und dann geht es nach links über eine Wiese und der Aufstieg
beginnt. Es warten 1,6 km und 300 Höhenmeter auf uns. Es ist heiß und steil. Nach ein paar Metern queren wir die Staatsstraße und dann geht es auf einem Hangweg, dem Schmugglerweg immer weiter
bergauf. Immer geradeaus, immer bergauf und immer anstrengend :-). In der ersten Linkskurve machen wir einen Abstecher zur Burgruine Altjochenstein.
Die Burgruine Altjochenstein ist die Ruine einer mittelalterlichen
Höhenburg aus der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts, die sich auf einer Bergzunge im niederbayerischen Untergriesbach nahe der deutsch-österreichischen Grenze befindet. Zusammen mit der
benachbarten Burg Neujochenstein diente die Anlage im Hochmittelalter der Sicherung und Kontrolle des Schiffsverkehrs auf der Donau. Heute sind von der historischen Kleinburg im Wesentlichen nur
noch Gräben sowie ein markanter, rund 20 Meter hoher Rest der ehemaligen Bergfriedmauer erhalten geblieben
Es geht wieder weiter bergauf. Nach 300 Metern erreichen wir eine Waldkreuzung. An diese kommen wir beim Rückweg wieder vorbei. Hier biegen wir nach links ab, folgen jetzt dem Donausteig. Ein richtig steiler Pfad führt uns nochmals 200 Meter bergauf und wir erreichen die Burgruine Neujochenstein. Hier machen wir jetzt erst einmal eine kleine Trinkpause. Heute ist es richtig heiß!
Die Burgruine Neujochenstein ist die Schwesterburg der nahegelegenen Anlage Altjochenstein und liegt auf 583 Metern Höhe im Ortsteil Riedl der Gemeinde Untergriesbach. Sie wurde vermutlich im 13. Jahrhundert aus Platzgründen als Erweiterung erbaut und im Jahr 1299 erstmals urkundlich erwähnt, als der Ritter Eberwein von Jochenstein die Anlage dem Passauer Bischof überließ. Nach ihrer Aufgabe im 16. Jahrhundert verfiel die Anlage rasch; heute zeugt nur noch eine markante, rund 15 bis 22 Meter hohe Ecke des ehemaligen Bergfrieds sowie sichtbare Reste des Grabensystems von der historischen Kleinburg.
Weiter geht es in den Ort Riedl, von wo wir einen einen Abstecher zur Kapelle Ebenstein machen, die einen schönen Donaublick bieten soll. Wir folgen ein paar Meter der Hauptstraße. Am Parkplatz biegen wir nach links ab und führt der Weg dann durch den Garten eines Gastgebers. Nun folgen wir dem knapp 700 Meter langen Waldweg, der am Hang entlang relativ eben weiterführt.
Wir haben die Kapelle Ebenstein erreicht und klettern gleich auf die Felsen. Wow, was für eine Sicht hinab ins Donautal. Jawohl der Anstieg hat sich gelohnt. Wir nehmen auf der Rastbank Platz und jetzt gibt es erst einmal Brotzeit. Der perfekte Platz dafür ist hier. Wir bleiben knapp ne halbe Stunde und bei Eintreffen der nächsten Wanderer machen wir Platz für diese.
Die Ebenstein-Kapelle ist eine idyllische Wallfahrtskapelle aus dem 19. Jahrhundert, die auf einem ungesicherten Felsvorsprung des Ebensteinfelsens hoch über dem Donautal in der Gemeinde Untergriesbach liegt. Sie wurde im Jahr 1841 als Bruchsteinbau mit Satteldach erbaut und ersetzte eine hölzerne Vorgängerkapelle, die bereits seit 1695 an diesem markanten Punkt stand. Heute gilt der gepflegte Kulturschatz als beliebter Rastplatz für Wanderer, da er einen spektakulären Panoramablick auf die Donau und das Kraftwerk Jochenstein bietet.
Wir laufen noch ein paar Meter den Weg entlang weiter, da hier noch ein zweiter Aussichtspunkt in der Karte eingezeichnet ist. Wir finden ihn auch, aber der Zustieg ist uns zu gefährlich. Also geht es wieder zurück nach Riedl und in Richtung Burgruine Neujochenstein. In Riedl angekommen bleiben wir auf der Hauptstraße und folgen diesem. Nur 200 Meter nach dem Ortsschild biegen wir nach rechts ab und ein Forstweg bringt uns wieder zurück zur Kreuzung zwischen den beiden Burgruinen (mit dieser Variante haben wir den steilen Abstieg der Burgruine Neujochenstein umgangen).
An der Kreuzung zwischen den beiden Burgruinen biegen wir nun nach links ab. ein Schild "zur Fähre" weist uns den Weg. Nur ein paar Meter später sind wir in Österreich und der Öttl Steig bringt uns bergab. 1,3 km und 300 Höhenmeter bergab liegen wieder vor uns. Anfang ist der Weg noch ein wenig breiter, so wird er mit der Zeit immer schmaler und wilder. Der Pfad führt über viele Felsen am Hang entlang nach unten. Wir queren Geröllfelder und es geht in Serpentinen durch Felsformationen. Das macht echt richtig Spaß, ist aber auch anstrengend. Jetzt im Frühjahr liegt auch noch sehr viel Laub, das total glatt ist. Trittsicherheit sollte auf diesem Abschnitt gegeben sein (Höhenangst ist hier kein Thema). Wir bleiben ewig stehen und machen immer wieder Fotos. An und an hat man auch eine Sicht hinab auf die Donau. Kurz bevor wir die Donau erreichen, treffen wir wieder auf einen Waldweg, dem wir nach links folgen.
Wir haben den Öttl Steig geschafft :-) - eine absolute Empfehlung! Wir folgen der Straße nach links und erreichen nach 100 Meter die Radfähre die uns nach Engelhartszell bringen wird. Die Überfahrt kostet pro Person (Wanderer) EUR 2,50. Wir sind die einzigen Mitfahrer und starten sofort. So kleine Fähren sind immer was besonderes und so genießen wir die paar Minuten Überfahrt sehr. Top, dass es diese Fähren noch gibt. Bitte checkt die Fahrzeiten im Vorfeld. Auf der anderen Seite biegen wir nach rechts ab und folgen der Promenade. Nach ein paar Metern geht es über eine kleine Treppe hinab zur Donau. Ein Pfad bringt uns zu einem Campingplatz. Wir folgen nun dem Donauradweg, der uns die knapp 2 km entlang der Donau zurück zum Kraftwerk führt. Von hier können wir auch die Kapelle Ebenstein hoch oben auf dem Bergkamm entdecken. Kurz vor dem Kraftwerk machen wir nochmals eine kleine Trinkpause am "Fischrastplatz".
Wir haben das Kraftwerk Jochenstein erreicht und folgen dem Schmugglerweg, der uns über die Staustufe führt. Nach ein paar Metern queren wir die Grenze nach Deutschland und über die Treppe geht es hinauf zur Brücke über die Schleuse. Auf der anderen Seite geht es wieder bergab. Den Weg sind wir gestern Abend schon gegangen.
Das Kraftwerk Jochenstein ist das größte Laufwasserkraftwerk Deutschlands. Es liegt direkt an der deutsch-österreichischen Grenze in der Donau zwischen Untergriesbach und Engelhartszell.
Die denkmalgeschützte Anlage wurde zwischen 1952 und 1956 erbaut. Sie besitzt eine installierte Leistung von 132 Megawatt (MW). Fünf mächtige Kaplan-Turbinen erzeugen hier jährlich rund 850 Millionen Kilowattstunden sauberen Strom. Damit werden etwa 220.000 bis 240.000 Haushalte versorgt. Neben der Energieerzeugung sichert eine integrierte Doppelkammerschleuse die Schifffahrt auf der Donau. Das Kraftwerk fungiert zudem tagsüber als öffentlicher Grenzübergang für Fußgänger und Radfahrer.
Am Eingang zum Kraftwerk gibt es das Restaurant "Haus am Strom" und da wollen wir heute noch was essen. Die Location ist echt cool. Es gibt zwei selbstgemachte Limonaden und auf der Karte sind sogar mehr vegane Gerichte als andere Gerichte. Ja sowas :-). Dann testen wir doch mal die vegane Currywurst. Schaut super aus und hat auch richtig gut geschmeckt. Auf den letzten Metern zum Parkplatz haben wir noch den Wildgarten besucht, der Links des Weges ist. Um 17 Uhr sind wir wieder am CamperVan und es geht nach Hause. In Deggendorf entsorgen wir schnell noch und um 19 Uhr sind wir daheim.
TOP. Das war wieder ein richtig cooler Urlaub daheim, verbunden mit einem Konzerttrip. Hat richtig Spaß gemacht.