Elstergebirgsweg


Rundweg, 14,6 km und 430 Höhenmeter

Markierung: Vogtland-Panorama-Weg, Erlbacher Bergweg und tschechische Wege - siehe hierzu die Detailbeschreibung.

 

Mehr Infos zur Tour im Link am Ende des Berichts.


23.08.2020

 

Über Nacht standen wir mit der Schantall an der Planschwitzer Winterlinde mit toller Sicht auf die Weiße Elster und Ölsnitz. Pünktlich zum Sonnenaufgang wurden wir von dieser auch schon wieder geweckt. Bei einem tollen Sonnenaufgang haben wir dann dort gefrühstückt und haben dann den Camper startklar gemacht. Ach ja, wir haben natürlich keinen Abfall auf dem Platz hinterlassen und ihn so verlassen, wir wir ihn vorgefunden haben. 

Weiter geht es nach Erlbach, wo wir heute auf dem Elstergebirgsweg wandern wollen. Kurz nach 10 Uhr erreichen wir den Parkplatz an der Tannenmühle (Navi: Klingenthaler Str., 08256 Erlbach). Wir parken am Parkplatz Nr. 2, direkt an der Wandertafel, wo auch unser Rundweg beginnt. Wir folgen anfangs der Markierung "VPW-Vogtland Panorama Weg". Wir überqueren die Straße und den kleinen Flossbach und biegen dann auf einen Waldweg nach rechts ab. 

Einen guten Kilometer geht es nun leicht bergauf und wir kommen am Hotel Schwarzbachtal vorbei. Ob es offen, geschlossen oder umgebaut wird, konnten wir nicht erkennen. Mal auf Waldwegen, Forstwegen oder kleinen Pfaden erreichen wir nach einem weiteren Kilometer einen kleinen Weiher, den hinteren Floßteich. Idyllisch liegt er hier im Talgrund und auch einige Schwimmer sind hier schon in der Frühe im Wasser unterwegs. Wir machen einen kleinen Abstecher auf den "Staudamm" und genießen den schönen Blick auf das Gewässer. 

Der VPW führt uns nun über einen Waldweg den Hang hinauf. Einen guten Kilometer und über 100 Höhenmeter geht es nun bergauf. Wir überqueren einen Forstweg und nur ein paar Meter weiter treffen wir auf den nächsten Forstweg und einen Wegweiser. Wir verlassen nun den VPW und folgen nun die nächsten Kilometer dem Elstergebirgsweg. 

Nach ein paar Metern auf einem Pfad erreichen wir die Landesgrenze zu Tschechien und hier gibt es auch die Dreirainsteine. Hier war im Jahr 1165 das Dreiländereck Bayern, Sachsen und Böhmen. Drei Grenzsteine weisen noch auf diesen historischen Ort hin. 

Nach ein paar Metern auf einem Pfad treffen wir wieder auf einen Forstweg, halten uns hier aber scharf links und folgen einem Waldweg, der an der Grenze entlang führt. Es geht nun fast einen Kilometer weiter auf dem Elstergebirsgweg entlang und gut 50 Höhenmeter sind wieder zu überwinden. Wir treffen wieder auf einen Wegweiser und ändern unseren Plan. Warum nicht gleich nach Tschechien rüber, der Weg schaut gut aus. Also verlassen wir den Elstergebirgsweg und wechseln auf die Markierung "grün". 

Nach 1,3 KM auf einen richtig tollen Waldpfad, ja sowas gibt es auch in Tschechien :-). treffen wir auf einen Forstweg, halten uns rechts und treffen auf einen Wegweiser. Dort biegen wir wieder nach rechts ab und und folgen nun der roten Markierung. Unweit der Kreuzung liegt der kleine Berg Pocatecky Vrch (819 m NHN), der allerdings bewaldet ist und auch ein Weg führt nicht hinauf. Nach ein paar Metern auf einem Waldweg erreichen wir eine Wiese und haben einen schöne Sicht auf den Ort "Ursprung". 

Jetzt geht es einen Kilometer auf dem Wiesenweg entlang. Viele Wildblumen gibt es hier zu entdecken und immer wieder haben wir einen tolle Fernsicht auf die Umgebung. Wir erreichen ein kleines Waldstück, wo wir uns links halten. Mittlerweile sind wir auch wieder auf dem Elstergebirgsweg unterwegs, der eine anderen Route zur Wiese in Tschechien genommen hat als wir. 

In dem kleinen Waldstück liegt ein paar Meter rechts des Weges der Gipfel des Kuzelovy Vrch (782 m NHN). Er ist bewaldet und es führt keine Weg hinauf. Es geht nun vorbei an einer Wiese wieder bergab. Wir sind nun auf einem Forstweg unterwegs und kommen an einer riesige Viehweide vorbei, wo wir sehr gebau beobachtet werden :-). An der nächsten Kreuzung halten wir uns links und folgen weiter der Markierung "Rot" Richtung "Vysoky kamen", dem Hohen Stein. 

Die nächsten 1,2 KM sind leider nicht so berauschend. Es geht zwar durch eine tolle Landschaft, aber immer kerzengerade auf einem breiten Schotterweg entlang. Zuerst bergab und dann wieder bergauf erreichen wir auf der rechten Seite eine kleine Kapelle und da gerade ein Brotzeittisch frei ist, machen wir hier eine kurze Rast. Es gibt Reste vom Frühstück :-). 

Danach geht es zur neuen Kapelle. 1805 wurden geweihte Hostien in einem Goldbehälter in Kostelni während eines Festes gestohlen. 13 Tage später fand man hier die Hostien unversehrt und der Pfarrer hat sofort einen Zaun um diese Stelle bauen lassen. 1817 wurde eine Kapelle errichtet, die aber in der Zeit de Kalten Krieges zerstört wurde. 2015 wurde diese neue Gedenkstelle errichtet. 

Jetzt geht es wieder auf dem "wunderschönen" Schotterweg weiter und wir erreichen nur einige Meter später eine Infotafel, die uns einiges über die Streusiedlung "Hoher Stein" erzählt. Nun ist es nicht mehr weit bis zu unserem heutigen Highlight, dem Hohen Stein. Wir sehen zu unserer Rechten bereits große Felsen und kurze Zeit später führt uns der Wanderweg nach rechts zum Hohen Stein. 

Über eine kleine Serpentine geht es nun hinauf auf den Hohen Stein (Vysoky kamen mit 774 m NHN). Ein toller Ort mit einem großen Felsenplateau, einer Felsennadel und über eine kleine Stahlbrücke und eine Treppe erreicht man den Gipfel mit toller Fernsicht. Hier ist auch einiges los und überall sind Wanderer unterwegs. Wir bleiben hier eine richtig lange und genießen die Blicke und den Moment. Allerdings währt dieser nicht lange, denn wir sehen schon eine mächtige dunkle Wolke und hören schon die ersten Donnergeräusche. 

Es geht wieder die Serpentinen hinab und wir umrunden noch die Felsennadel, wo uns ein kleiner Pfad wieder hinaus auf den Schotterweg bringt. Diesen folgen wir nun für 50 Meter und treffen dort auf eine Kreuzung, wo wir nach rechts abbiegen. Wir folgen nun der Markierung "Gelb", Richtung Eubabrunn.

Für 600 Meter geht es nun leicht bergab und wir folgen dem Waldweg, der später zu einem Pfad wird. Direkt an der Grenze treffen wir wieder auf einen Wegweiser und biegen hier nach rechts ab. Wir sind nun auf dem Erlbacher Bergweg, der mit gelb markiert ist unterwegs. Gleichzeitig ist dies auch der Grenzpfad. Das Brummeln des Gewitters wird immer lauter und die ersten Regentropfen kommen auch schon auf uns herab. 

Es geht nun auf dem Grenzpfad entlang. Ein stetiges auf und ab. Wurzeln und Steine belgeiten uns auf dem Weg. Das macht Spaß. Allerdings regnet es nun nicht nur, sondern es kommt ein richtiger Wolkenbruch runter. Also Regenjacke an und unter einen Baum unterstellen. Es dauert nicht lange und die dicken Tropfen haben auch den Weg durch den Laubbaum gefunden. Wir werden richtig nass. Aber nach 10 Minuten ist der Spuk vorbei und wir können unsere Regenjacken wieder einpacken. 

Nach der kurzen Zwangspause geht es weiter, immer an der Grenze entlang. Markierungen haben wir schon lange nicht mehr gesehen, aber alle paar Meter sind die Grenzsteine und die weisen uns recht gut den Weg. Der Pfad ist richtig cool, allerdings müssen wir jetzt ein wenig langsamer gehen, denn durch den Regen sind die Wurzeln und Steine nun richtig rutschig. Nach 700 Metern auf dem Grenzsteig erreichen wir nach einem einen kurzen Anstieg den Moritzberg (730 m NHN). Außer einem Gipfelschild können wir aber nichts erkennen.

Jetzt geht es wieder steil bergab. Vorbei an einem alten Steinbruch erreichen wir nach 500 Metern wieder einen Forstweg, wo wir uns links halten. Der Grenzpfad war echt gut. Genau solche Pfade lieben wir!!! Wir folgen immer noch dem Erlbacher Bergweg. Vor uns sehen wir übrigens auch schon unser nächstes Ziel, den Hinteren Kegelberg, da müssen wir nochmals drüber.

Wir folgen nun de Forstweg bergab und biegen nach 100 Metern nach rechts ab. Ein Pfad und eine Brücke bringen uns über den Wirtsgrundbachel. Es geht über eine Wiese und dann biegen wir wieder nach rechts auf einen Waldweg ein, der uns wieder zur Grenze führt. Dort steht auch ein schmucker Grenzstein, der Juliusstein. Der Grenzstein hat seinen Namen von einem Julius, der den Stein unerlaubterweise in seinem Garten aufgestellt hatte und ihn später wieder zurückbringen musste. Der Stein ist aus dem Jahre 1544. 

Hinter dem Juliusstein biegen wir nach links ab und jetzt wird es nochmals richtig anstregend. Der Grenzpfad führt kerzengerade den Hang hinauf. Richtig steil ist es hier. Es sind nur 300 Meter aber auch um die 150 Höhenmeter zu überwinden. Wir kraxeln also den Pfad den Berg hinauf. Da kommt man wieder ganz schnell auf  Temperatur. Wobei, solche Anstiege sind genau meines, da kann ich richtig durchziehen. Mir macht es Spaß. 

Oben angekommen halten wir uns links und nach ein paar Metern erreichen wir den Gipfel des Hinteren Kegelbergs (755 m NHN). Er ist bewaldet und bietet keinerlei Aussicht. Wir folgen weiter der gelben Markierung des Erlbacher Bergwegs und erreichen die Berghütte Kegelberg an der Skipiste. Dort machen wir nochmals eine kurze Trinkpause, bevor der letzte Abstieg der heutigen Tour beginnt. 

Nun geht es ausgeruht auf die letzten Kilometer. Wir folgen der Skipiste auf der linken Seite bergab und nach 300 Meter geht es nach links auf einen Waldweg, der uns in einer Rechtskurve wieder auf die Skipiste bringt. Diese überqueren wir uns haben von hier eine schöne Sicht ins Tal. Wir folgen weiter dem Schotterweg, der uns steil hinab zu den ersten Häusern führt. Einen Kilometer und 170 HM ging es nun nach unten. Gleich an der ersten Kreuzung bei den Häusern treffen wir auf den Pascherpfad, einem alten Schmugglerpfad, der über eine andere Route wieder hinauf auf den Hinteren Kegelberg führen würde. Wir gehen zur nächsten Kreuzung, wo wir nach rechts abbiegen. 

Über eine kleine Straße kommen wir am "Zum Einkehrschwung" vorbei und halten uns gerade. Es geht nun über einen Wiesenweg in den Wald, wo wir auf eine Kreuzung treffen. Hier biegen wir nach links ab und verlassen der Erbacher Bergweg und sind nun wieder auf dem VPW Vogtland-Panorama-Weg unterwegs. Diesen kennen wir ja schon vom Start unserer Tour und auch dieses Mal bringt er uns über einen Waldweg wieder zurück zum Parkplatz, wo wir vor einigen Stunden gestartet sind. 

Kurz vor 16 Uhr erreichen wir wieder die Schantall und machen uns auf den Weg in das Zittauer Gebirge, wo wir die nächsten Tage verbringen wollen. Es vergeht fast eine Stunde bis wir die Autobahn erreichen und dort ist auch mächtig was los. Also entscheiden wir kurz vor Chemnitz anzuhalten und uns dort einen Stellplatz zu suchen. Elke wirft das Smartphone an und schaut bei park4night nach geeigneten Plätzen. Wir fahren bei der Ausfahrt Stollberg runter und wollen eigentlich auf einen Wanderparkplatz. Aber egal, was wir versuchen, hier gibt es so viele Baustellen, dass wir es nicht zum Platz schaffen. Also Plan B und wir haben einen weiteren Wanderparkplatz bei Burkhardsdorf gefunden, den wir fast ohne Umleitungen ansteuern können. Er ist gepflastert und es stehen auch noch einige Autos da. Also gehen wir erst einmal zum Aussichtspunkt und genießen die Fernsicht. Später geht es zurück zum Parkplatz und jetzt sind wir hier auch alleine. Zum Abendessen gibt es deftige Bratwurstsemmeln und unsere Regenklamotten hängen wir auch noch zum Trocknen auf. Abends war es dann richtig ruhig am Platz und wir konnten gut einschlafen.