Pferdeberg und Ameisenberg


Rundweg, 6,7 km und 385 Höhenmeter

Markierung: verschiedene Wege; es gibt sehr viele Wegweiser auf der Tour, einfach diesen von einer Location zur nächsten folgen, Details in der Tourenbeschreibung.

 

Mehr Infos zur Tour am Ende des Berichts im Link.


Nach einer ruhigen Nacht auf dem Wanderparkplatz bei Burkshardtsdorf wurde es dann in der Frühe doch lauter. Anscheinend stehen wir auf einer Autobahn für landwirtschaftliche Geräte aller Art. Der Wahnsinn, was hier in ein paar Minuten alles so durchrauscht. Also stehen wir recht früh auf, machen uns ein kleines Frühstück, packen die Schantall und starten wieder durch. Gute 200 KM liegen noch vor uns, bis wir Zittau erreichen. Heute ist es ruhig auf der Autobahn und wir erreichen das Zittauer Gebirge gegen 12 Uhr. Erst einmal in den Supermarkt und Vorräte auffüllen und dann machen wir eine kleine Runde durch die Gegend. Am Wanderparkplatz Stern bleiben wir stehen und checken, ob wir hier für die Nacht stehen können. Schaut nicht schlecht aus! Es ist 15 Uhr, also machen wir uns nochmals auf und wollen ein wenig spazieren gehen. Wir entdecken eine Wandertafel und überlegen, ob wir nicht gleich mal eine "Testwanderung" im Zittauer Gebirge machen wollen. Also Rucksack drauf und ein Foto von der Wanderkarte machen uns los geht´s :-). Wir wollen auf den Pferdeberg.

Wir folgen der Markierung "rot" und nach 300 Meter biegen wir nach rechts in einen unmarkierten Pfad, wo wir aber nach einigen Metern wieder auf die Markierung "rot" treffen und uns rechts, bergab halten. Nach 300 Metern treffen wir wieder auf einen Wegweiser und biegen nach links ab. Wir folgen nun der gelben Markierung. Die Wege im Zittauer Gebirge sind super beschildert und mit den vielen Wegweisern kommt man super zurecht. 

Auf einem Waldpfad geht es nun gemächlich nach oben und wir erreichen die Marienhütte, von wir eine tolle Aussicht hinab nach Oybin haben. KLASSE! Weiter geht es bergauf und wir erreichen auch schon kurze Zeit später den Pferdeberg. Die Aussicht ist naja, aber es gibt einen Gipfelfelsen :-). 

Vom Pferdeberg geht es nun auf steilen Stufen bergab und wir treffen auf den nächsten Wegweiser. Eigentlich wollten wir nur bis hierher gehen, aber auf dem Schild steht Katzenkerbe :-) - da müssen wir hin. Es geht auf einem steinigen Pfad an einem Grat entlang und wir erreichen nach 500 Metern die Katzenkerbe.

Sie ist ein schmaler Durchgang durch den Felsengrat.

An der Katzenkerbe angekommen, steht wieder ein Wegweiser... Hm, bis zum Ameisenberg ist es auch nicht mehr weit. Also geht es durch den Felsenspalt weiter und nach 100 Meter biegt die gelbe Markierung auf einen Pfad ein. Es geht nun steil hinauf auf den Ameisenberg. Steinig und wurzelig kämpfen wir uns nach oben und auf halber Strecke gibt es wieder einen Aussichtspunkt. Von der Basteiaussicht haben wir eine wundervolle Sicht auf das Kloster Oybin. 

Nur 200 Meter später erreichen wir den Ameisenberg (581 m NHN). Es gibt ein Gipfelkreuz und überall riesige Felsen. Eine Art Felsendorf lädt zum Kraxeln ein. Wir finden einen überhängenden Stein und ganz viel tolle Felsformationen. Ein cooler Gipfel. Also die Tour macht schon mal richtig Lust auf die nächsten Tage, die wir hier im Gebiet unterwegs sein wollen. 

Steil geht es wieder bergab und wir erreichen nach 200 Metern das nächste Highlight. Hier geht es wirklich Schlag auf Schlag weiter :-). Ein kleiner Abstecher zum Götzenstein mit Opferschale und Aussicht ist unser nächstes Ziel. Bis jetzt waren alle Aussichtspunkte perfekt mit Geländern gesichert. Super! 

Es geht weiter bergab und nach 100 Metern über einen steinigen und vor allem wurzeligen Pfad erreichen wir einen breiteren Weg. Hier gibt es laut Karte zwei Aussichtspunkte und wir biegen nach links ab (Abstecher!) und treffen zuerst auf die Oybinaussicht und auf einen zweiten namenlosen Aussichtspunkt. Wir können von hier oben den Bahnhof von Oybin und die Schmalspurbahn sehen. Toll. Danach geht es wieder ein paar Meter zurück zum Wegweiser. 

Ach ja, wir haben auch sogar einen Blick bis nach Zittau gehabt und da gibt es einen tollen See. Hab Elke gesagt, das dort sogar ein Campingplatz wäre... Also haben wir umdisponiert und werden mal an diesem Campingplatz vorbeischauen. 

Am Wegweiser drehen wir dann um und folgen dem breiten, unmarkierten Weg, der uns wieder zurück zur Katzenkerbe bringen wird. Unterwegs machen wir dann an einem Unterstand eine kleine Pause und schauen nochmals auf die Karte. Also am gleichen Weg zurück, wäre schon langweilig und schon haben wir die Tour wieder verändert :-). Wir gehen zurück bis kurz vor die Katzenkerbe und biegen nach links ab und folgen nun der grünen Markierung bergab.

Wir bleiben für 500 Meter auf diesem "grünen" Weg und biegen an der nächsten Kreuzung nach rechts ab. Dieser Abschnitt ist wieder nicht markiert. In der Karte gibt es hier einen Falkenturm und da wollen wir hin. Nur 100 Meter nach der Kreuzung erreichen wir den mächtigen Felsensporn mitten im Wald. Anscheinend sind hier Kletterer unterwegs, denn im Felsen sieht man ganz viele Piercings :-). Wir folgen dem Wiesenpfad und es geht wieder bergauf. 

Oben angekommen treffen wir wieder auf die gelbe Markierung und folgen dieser nach links. Nach kurzer Zeit erreichen wir die Stumpfe Zinne und über Treppen geht es hinab in ein steiniges und idyllisches Tal. Klasse. Wir folgen der gelben Markierung bis zur nächsten Kreuzung, wo wieder ein Wegweiser auf uns wartet. 

Am Wegweiser halten wir uns rechts und folgen dem grünen Punkt. Der weg heißt Talringweg, bzw. Poetenweg. Es geht auf einem Schotterweg schön langsam wieder zurück zu unserem Startpunkt. Nach 500 Metern erreichen wir die nächste Kreuzung und wieder eine kleine Hütte. Hier machen wir nochmals eine kleine Pause, bevor wir den letzten Anstieg in Angriff nehmen.

Wir biegen an der Hütte nach rechts ab und folgen nun der roten Markierung, die uns über einen breiten Forstweg wieder bergauf führt. Nach 700 Metern treffen wir wieder auf den Weg, den wir vom Anfang schon kennen. Wir bleiben dieses Mal allerdings auf der roten Markierung und gehen bis zu einer T-Kreuzung. 

An der T-Kreuzung biegen wir nach links ab und folgen der roten Markierung weiter für 100 Meter. Dann biegen wir nach rechts auf einen Waldweg und sehen durch die Bäume bereits wieder den Wanderparkplatz. An der Kreuzung haben wir unser Ziel wieder erreicht. Wir sind dieses Mal von der anderen Seite des Wanderparkplatzes zurück zum CamperVan gekommen. 

Eine tolle und vor allem nicht vorgeplante Tour geht zu Ende. Wahnsinn, was wir auf dieser kurzen Wanderung erlebt haben. Lt. App waren es knappe 7 km und lt. Schrittzähler dann doch 10 km. Die Differenz liegt an den vielen steilen und wurzeligen Pfaden die einen direkten Weg nicht immer möglich machen. 

Wir machen uns auf den Weg nach Zittau und buchen uns für zwei Nächte auf dem Seecampingplatz ein. Eine Dusche ist schon eine tolle Sache :-) und zum Abendessen gibt es heute mal was gekauftes. Es gibt Nudel- und Kartoffelsalat mit Frikadellen. Der Campingplatz ist echt gut und nach zwei Radler geht es dann auch schon in den ersten Stock der Schantall. Morgen wollen wir uns einmal Oybin anschauen.