Kloster und Burg Oybin


Rundweg, 4,1 km und 306 Höhenmeter

Markierung: keine - vom Ort Oybin auf den Berg Oybin und dort einfach alle Wege ablaufen :-). 

 


25.08.2020

 

Heute steht eine Mischung aus Wandern und Sightseeing auf dem Programm. Nachdem wir gestern schon immer tolle Fernsichten auf das Kloster und die Burg Oybin hatten, wollen wir dies heute mal genauer erkunden. Allerdings lassen wir es heute ein wenig ruhiger angehen. Gegen 10 Uhr gibt es Frühstück mit Obstschüssel, frischem Gemüse, Spiegelei und frische Brötchen. Ist schon toll, wenn es am Campingplatz eine kleine Bäckerei gibt. Nachdem wir wieder brav abgespült und die Schantall aufgepackt haben, geht es vom Campingplatz in Zittau die paar Kilometer nach Oybin. Auf den ganzen Parkplätzen in der Mitte des Ortes ist schon kein Platz mehr frei, also fahren wir in die "Straße der Jugend", wo wir dann noch ein Plätzchen für uns finden. Zuerst geht es in den Park und an einem Schwimmteich vorbei und wir bleiben immer am kleinen Teerweg bis wir einen zweiten großen Weiher erreichen. Wir gehen zur Hauptstraße und in die Tourist-Info, wo wir uns erst mal eine Wanderkarte und ein paar Prospekte von der Burg besorgen. Die Altstadt ist klasse und es gibt hier viel zu entdecken.  

Gegenüber der Tourist Info beginnt der Aufstieg auf den Berg Oybin, wo sich die Burg und das Kloster befindet. Vorbei am Gasthof Burgkeller erreichen wir nach ein paar Stufen schon die Bergkirche Oybin. Im 18. Jahrhundert erbaut ist sie definitiv einen Besuch wert. Im Inneren finden wir eine Bestuhlung ähnlich eines Kinos vor. Der Altar liegt ganz unten und die Sitzbänke steigen am Hang empor. Über uns entdecken wir die alte Holzkassettendecke mit allerlei Malerei. Wir bleiben eine ganze Zeit in der Kirche sitzen und bewundern diese. 

Weiter geht es über die Treppen hinauf und wir treffen auf ein Schild, dass uns zur Ritterschlucht führt. Da gehen wir natürlich hin :-). Nach einem kurzen Parkstück stehen wir auch schon vor der Ritterschlucht. Unser Weg führt uns durch einen Felsenspalt den Berg hinauf. Wahnsinn, teilweise natürlich, teilweise von Hand wurde dieser Weg durch die "Schlucht" angelegt. Nach ein paar Stufen am Ende der Ritterschlucht stehen wir schon auf einem Parkplatz und gehen geradeaus weiter zum Eingang. 

Nachdem wir über die Ritterbrücke, vorbei an zwei Burgtoren gegangen sind, erreichen wir das Gesindehaus, das heute die Kasse ist :-). Der Eintritt kostet pro Person EUR 7,-- und die lohnen sich wirklich. Vorbei an der Zisterne und über die Reitertreppe durchschreiten wir das dritte Burgtor und verlassen damit die Vorburg. Wahnsinn, die Burg war schon gut gesichert. 

Zur Geschichte: 
Anfangs war die Anlage nur sehr einfach gehalten, aber im 14. Jahrhundert wurde sie zu einer wehrhaften Anlage ausgebaut. Mitte des 14. Jahrhunderts wurde die Burg mit einem Kloster ausgestattet durch Kaiser Karl IV. Im Jahrhundert endet das Klosterleben durch die Reformation und die Burg und das Kloster sind verfallen. Im 18. und 19. Jahrhundert entdeckten Maler und Schriftsteller das alte Gemäuer wieder und seitdem wird stetig restauriert. Es ist ein Kampf gegen die Zeit. 
Nach dem dritten Burgtor haben wir uns links gehalten und sind erst einmal die Hauptburg marschiert. Hier gibt es den Amtsturm, den Wohnturm und das Kaiserhaus zum besichtigen. Wir sind jede Treppe rauf und runter. Von hier oben hat man eine gigantische Sicht auf das Tal unter uns.  

Jetzt geht es weiter zum Kloster Oybin, das sich rechts vom Eingang befindet. Auch hier gibt es wieder etliches zu entdecken. Das Tonnengewölbe, das Bahrhaus, die Klosterkirche, die Wenzlskapelle und die Unterkirche. Es ist schon beeindruckend, was hier vor knapp 600 Jahren durch Menschenhand erschaffen wurde. Riesige Steine dienten zum Bau des Klosters, teils noch komplett, teils als Ruine sind sie ein echtes Hghlight. 

Über den beeindruckenden Kreuzgang geht es weiter zum Bergfriedhof, wo wir eine tolle Sicht hinab in den Talgrund haben. Gigantisch. 

Hinter dem Bergfriedhof befindet sich die Große Zisterne und dahinter ein Berggasthof, wo es einen tollen Aussichtspunkt gibt. Gleich daneben beginnt der Bergringweg mit "Begehung auf eigene Gefahr" :-). Er schlängelt sich am Fels und um den Berg. Höhenangst sollte man nicht haben. Der Pfad ist super gesichert und immer wieder gibt es tolle Aussichtspunkte. Aber um auf den Bergringweg zu kommen muss man sich erst einmal durch ein Felsentor quetschen. Rucksack runter, dann geht das schon :-). 

Der Bergringweg ist ein paar hundert Meter lang und führt um den kompletten Berg Oybin herum. Mal eng und steil und dann wieder breiter ist er sehr spektakulär angelegt. Auf halber Strecke führt uns der Weg über eine Holzbrücke über einen Felsenspalt. Am Ende des Weges kommen wir oberhalb der Kasse wieder in Richtung Kloster. Dort befindet sich wieder ein recht schmaler Durchgang, aber über eine Gitterbrücke ist dies kein Problem, denn man muss hier den Fels nochmals umgehen.